unddie Hessen, nachdem er ihre Mitte umgangen, in den Fluss hinabwerfen. Doch die Tapferkeit der hannõverschen Jäger und des halben Bataillons Freywald vereitelte dies. Die Schweizer liessen sich mit den weit schwächeren Gegnern in ein verlust- volles Feuergefecht ein, statt mit dem Bajonett vorzugehen und durchzubrechen, was zwar auch mit Verlusten verbunden gewesen wäre, aber sicheren Erfolg gehabt hätte. Um seinem linken Flügel Luft zu machen, dem immer lästiger werdenden Geschützfeuer des Gegners zu entgehen und diesen durch einen uner- warteten Angriffsstoss zu überraschen, be-— fahl jetzt Prinz Isenburg ein Vorrücken der ganzen Linie, das von derselben mit dem grössten Mute ausgeführt wurde. Dies veran- lasste den Herzog v. Broglie, seine Reiterei vor- zuziehen; die Brigade Diesbach setzte sich hinter Waldner, Royal-Bavière vor Royal-Deux-Ponts, und durch die entstandene Lücke rückten die 6 Schwadronen des rechten Flügels vor; die 4 Schwadronen d'Apchon, die den zum Angriff vorgehenden Freiwilligen gefolgt waren, gingen um den linken Flügel der Infanterie herum, und die 2 Schwadronen Raugraf durch die Zwischen- räume zwischen den Bataillonen Deux-Ponts, Prince Rohan und Beauvoisis. Die beiden Schwadronen Prüschenk brachen zuerst vor, sie trafen auf die am weitesten vorgegangenen 4 Schwadronen Raugraf und Nassau und warfen sie gänzlich über den Haufen, doch von 3 Schwa- dronen d'Apchon-Dragonern in der Flanke ge- nommen, mussten sie weichen..
Unterdes war die hessische Infanterie-Linie zum Bajonettangriff etwa 400 Schritt weit vor- gerückt; die 3 Milizbataillone wollten den weichenden Reitern Platz machen und zogen sich nach rechts an das Bataillon Isenburg
heran, wodurch nicht nur die Vorwärtsbewegung
ins Stocken geriet, sondern auch das Bataillon Canitz vollständig isoliert wurde. Die sieg- reichen französischen Reiter folgten dem Re- giment Prüschenk auf dem Fusse, wurden aber von Canitz mit einem so lebhaften und wohl-
gezielten Gewehrfeuer empfangen, dass sie stutzten und zurückwichen. Die 4. Schwadron d'Apchon und die zwei wieder gesammelten Schwadronen Raugraf warfen sich jetzt auf die links dieses Bataillons haltende Schwadron Prinz Friedrich-Dragoner, erhielten aber ebenfalls von diesem wackeren Fussvolk ein so kräftiges Feuer, dass sie in Unordnung gerieten. Diesen Augen-
blick benutzte Oberstlieutenant Geiso zu einem
Gegenangriff, der den Feind vollständig in die Flucht trieb; die hessischen Dragoner folgten nach, trafen auf das Infanterie-Regiment Royal- Bavière und wurden durch eine auf 30 Schritt abgegebene Salve desselben zur Umkehr ge- nõtigt, zumal 2 Schwadronen Würtemberg, die noch nicht zum Gefecht gekommen waren, in ihrer linken Flanke erschienen; die Unent- schlossenheit derselben aber gestattete Geiso, den Rückzug in bester Ordnung anzutreten. Die 3 hessischen Schwadronen Prüschenk und Geiso sammelten sich nach diesen ungleichen, aber ruhmvollen Kämpfen hinter der ersten Stellung der Infanterie links der Strasse, ohne von der feindlichen Reiterei weiter belästigt zu werden.
Während dieser Reitergefechte hatten die Volontaires d'Alsace, unterstützt von den 4 Ba- taillonen der Brigaden Beauvoisis und Rohan, die in den Gebüschen des Fulda-Thalrandes stehenden hessischen Jäger und die Grenadiere des Hauptmanns Lindau angegriffen; allein dieser Angriff wurde von den Hessen unter grossem Verluste für die Franzosen abgeschlagen, eine oder zwei Kanonen wurden von den Grenadieren er- obert, konnten aber nicht zurückgebracht werden, da die geworfenen Brigaden sich unter dem Schutze der zwei Bataillone Royal-Bavière und der d'Apchon-Dragoner sammelten; vor solcher UÜbermacht mussten die siegreichen Grenadiere auf die anrückende Infanterie des Prinzen Isenburg zurückweichen. Diese war, wie erinnerlich, vor- gegangen; das Bataillon Isenburg auf dem rechten Flügel blieb auch im Vorschreiten, als
die 3 Milizbataillone sich rechts zogen; so kam 2


