Fläche des Berges bis auf etwa 800 m Breite ein. Die steilen Abfälle nach Westen zur Fulda hin waren mit Busch und Wald bedeckt, und von jener Thalschlucht bei Hof Ellenbach aus dehnte sich der Wald weithin nach Osten. Auch der Boden zwischen diesen Waldungen war durchschnitten, hie und da mit Felsstücken be- deckt, und in den Einsenkungen befanden sich Brüche.
Sehen wir nun, wie die Ereignisse am 23. sich entwickelten. Früh am Morgen dieses Tages war der Herzog von Broglie mit seiner ge- samten Macht von Fritzlar aufgebrochen und um 10 Uhr nach mehr als 6stündigem, beschwer- lichem Marsche bei Oberzwehren angelangt. Da er schon die Hoffnung aufgegeben hatte, den verfolgten Gegner einzuholen, wollte er seine Truppen hier Quartiere beziehen lassen. Gross war sein Erstaunen, als er das Lager Isenburgs bei Sandershausen erblickte; sofort entschloss er sich zum Angriff, damit ihm der Feind nicht wieder entwische und sich hinter der Werra in Sicherheit bringe. Die Garden gingen zur Be- setzung von Cassel ab, der Marsch des Fuss-— volkes und der Artillerie wurde mõglichst be- schleunigt; gegen 11 Uhr zogen dieselben durch die Stadt, und Broglie liess bald darauf den Siechenhof mit den Grenadieren und Freiwilligen der Infanterie besetzen. Die Reiterei erhielt nun den Befehl, durch die Furt bei der Neuen Mühle die Fulda zu überschreiten und sich auf dem Forste zwischen Waldau und Bettenhausen auf- zustellen. Dies geschah um 12 Uhr. Gleich darauf erfolgte der Angriff der französischen Infanterie des Vortrabs auf Bettenhausen, das wie oben erwähnt, von hessischen Jägern und Husaren unter den Majoren v. Buttlar und v. Schlotheim besetzt war; vor der feindlichen UÜbermacht zogen sich dieselben auf das rechte Ufer der Losse zurück und besetzten die Gärten daselbst und die Brücke mit Jägern. Unterstützung liess Prinz Isenburg sein Ba- taillon mit 2 Kanonen vorrücken und eine davon auf der Brücke auffahren, worauf der Feind sich
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etwas zurückzog. Doch bald darauf überschritt feindliches Fussvolk mit Geschütz an der Mün- dung der Wahlebach die Losse, und nun befahl Prinz Isenburg den Rückzug nach Sanders- hausen, welches durch 5 Grenadier-Compagnien unter Hauptmann Lindau besetzt war; diese Bewegung wurde übrigens trotz des feindlichen Feuers chne Verlust ausgeführt.
Das Lager bei Sandershausen war indes abgebrochen, und der weitere Rückzug in die gewählte Stellung auf der Hôöhe des Berges, 3000 Schritt oder 2 km rückwärts, angetreten worden. Der rechte Flügel Isenburgs lehnte sich an die steilen bewaldeten Abhänge zur Fulda, der linke an den Wald bei Hof Ellenbach; dieser Flügel sprang soweit vor, dass der Feind in die rechte Flanke genommen werden konnte, wenn er die zu beiden Seiten der Strasse von Cassel nach Münden stehende Mitte angriff.
Den rechten Flügel bildeten die Compagnie hessischer Jäger(Major v. Buttlar) und die 5 Grenadier-Compagnien der hessischen Bataillone unter Hauptmann Lindau; die Mitte die Bataillone Isenburg(noch rechts der Landstrasse), die 3 Miliz-Bataillone Grenadiere. Wurmb, Gundlach und endlich das Bataillon Canitz(diese 4 links der Strasse). Es folgten die 2 Schwadronen Prüschenk und die Schwadron Prinz Friedrich- Dragoner, welche freies Feld zum Angriff vor sich hatten. Die 2 Compagnien Invaliden standen in einem Gliede etwa 100 Schritt rückwärts hinter den Bataillonen Gundlach und Wurmb, um dem Gegner aus der Ferne den Anschein eines zweiten Treffens zu erwecken. Auf dem linken Flügel der Aufstellung im Ellenbacher Grunde, durch einen Verhau gedeckt, standen die hannòverschen Fuss-Jjäger und das halbe Bataillon Freywald(Major Hilchenbach); zu ihrer Unterstützung war hinter dem Walde an dem Wege nach Uschlag die Schwadron hessi- scher Husaren(ajor v. Schlotheim) aufgestellt. Die Verbindung mit der Mitte stellten ein Zug des Bataillons Canitz mit einer Kanone(Lieu- tenant Lange) und dahinter die Compagnie


