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lichen Bedeutung der Kunst vergl. Lichtwark:„Vom Arbeitsfeld des Dilet- tantismus“. Berlin 1907.(Volksausgabe.) S. 25. Er führt hier den Gedanken näher aus,„zur Hebung der Qualität und Originalität unserer künstlerischen und gewerblichen Produktion“—, im Gegensatz zu den Leistungen der Fran- zosen und Engländer— müsse„das niedrige Niveau der allgemeinen künst- lerischen Bildung bei uns“ gehoben werden.
Einen zusammenfassenden historischen UÜberblick über diese Fragen gibt Johannes Richter:„Die Entwicklung des kunsterzieherischen Gedankens“. Leipzig ¹19000. Kurz Zehme in den Verhandlungen der Direktoren⸗Versamm- lungen in Preußen. Bd. 74 S. 53 f.
Volkelt a. a. O. S. 89:„Die Freude, aus dem Alltäglichen, Nächstliegenden, Unbeachteten eine Fülle von Wärme, Liebe und Glück hervorzuzaubern, ist auch für einen Teil der modernen Dichter und Künstler charakteristisch“— er hat vorher unter den„Meistern des traulich Engen, des herzerwärmend Kleinen“ vor allem Stifter, Gottfried Keller und Storm genannt.„Welch sonnige Heimlichkeit, welch unschuldsvolle Seligkeit, welche Märchentiefe weiß Hans Thoma nicht selbst in das Schlichteste hineinzugestalten. Dies gilt in ge⸗ wissem Grade auch von andern Karlsruher Künstlern und von den Worps- wedern.“
Lange:„Künstler. Erziehung“. S. 202.„Es gilt uns als selbstverständlich, daß die höchsten und gebildetsten Kreise der Nation, die in erster Linie an der Weiterentwicklung unserer Kultur zu arbeiten haben, vor allen Dingen die gegenwärtige Kultur in ihrem vollen Umfange verstehen lernen. Dazu ge⸗ hört die bildende Kunst ebenso wie das soziale und kirchliche Leben, ebenso wie die politische und Kriegsgeschichte, ebenso wie die Poesie und Musik. Wir werden gut tun, der kommenden Richtung unseres geistigen Lebens auch in dieser Beziehung vorzuarbeiten.“ Was Lange hier von den Universitäten sagt, gilt, meine ich, ebenso von den oberen Klassen unserer höheren Schulen, hier schon muß das Interesse geweckt werden.
Doch soll hier durchaus der Wert der künstlerischen Erziehung nicht über⸗ schätzt werden, etwa im Sinne des„Rembrandtdeutschen“, dem aber das große Verdienst gebührt, diese Frage zuerst erschlossen zu haben.(VVergl.„Rembrandt als Erzieher“. Leipzig 1900 ⁴9.)
Lange:„Wesen der künstler. Erziehung“ S. 33 behält Recht.„Es liegt uns ganz fern, die Wissenschaft durch die Kunst ersetzen zu wollen. Die Wissen- schaft ist von jeher, besonders bei uns in Deutschland, die Führerin auf allen Gebieten des Lebens gewesen und wird es auch in Zukunft bleiben.“ Vergl. auch Zehme a. a. O. S. 63.)
36) Uber Lichtwark vergl. Lehrpr. und Lehrg. 53 S. 76 ff., über Lange Lehrpr.
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und Lehrg. 48 S. 19 ff. Hier auch eine maßvolſe Kritik der von Lange meiner Meinung nach überschätzten Bedeutung des Zeichenunterrichts.
In der Einleitung zu seinen„Ubungen“.


