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1 (1914)
Entstehung
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mit unseren schwachen Xugen vielleicht nur das Häßliche und das Gemeine sehen. Er adoelt seine Gestalten durch das Gefühl des Stolzes, das er ihnen gibt.Ich bin ich, so scheinen seine Gestalten zu sprechen,ich habe Kraft in meinen Armen, ich kann schaffen, ich verdiene mir durch meiner Hände Arbeit meinen Unterhalt. So zeigt er uns, ähnlich wie Millet, den Adel, der in jeder Arbeit wohnt. Er verbreitet Achtung, Ehrfurcht und Bewunderung.

Zum Schlusse zusammenfassend die Frage: Worin liegt die Bedoutung dor Beiden, Millets und Meuniers Beide kennen die Wirklichkeit, die Wahrheit mit all ihrem Häßlichen, sie schrecken nicht davor zurück, aber mit Künstleraugen sehen sie alles an. Sie finden die Schönheit in dem All- täglichen, ja man kann sagen in der häßlichen Wirklichkeit.(Wir erinnern an Bilder der niederländischen Kunst.)

Vor allem geben Sie etwas ganz Neues: So wie sie hat vor ihnen kein Künstler den Bauern und den Arbeiter gesehen. Sie wirken also originell, sie erinnern an niemanden, der vor ihnen war.

Damit haben wir einen dritten Gesichtspunkt für die Beurteilung echter Kunst gefunden, ein drittes Erkennungszeichen wahrer Kunst.(Wir erinnern an die beiden anderen Gesichtspunkte, die wir bei dem Bilde von Coqueks ableiten.) Er ist gie Originalität.

Auch das Vereinfachen, das sogenannte Großsehen ist beiden Künstlern gemeinsam. Das Unbedeutende lassen sie weg, sie ordnen alle Einzel⸗ heiten unter, was ihnen wichtig erscheint, lassen sie herrschen. Darin liegt schon etwas Erzioherisches, in dieser Gewöhnung an das Großsehen.

Aber vor allem liegt es noch in etwas anderem. 5 Beide Künstler lehren uns, den Bauern nicht nur anzusehen als ungeschliffenen, groben, plumpen Gesellen und den Arbeiter nur als den unzufriedenen, oſt revo- lutionären Sozialdemokraten. Sie zeigen uns beide den Bauern und den Arbeiter von einer ganz anderen Seite. Der Bauer Millets wird durch seine Arbeit geadolt. Selbstbewußt kennt er seine Bedeutung, Millets Bauer ist der königliche Bauer, aus den Bewegungen seiner Säemänner, seiner Baumfäller, seiner Kornschwinger spricht die Wucht dos Kampfes, die Maiestät des Siegers, die Herrschergewalt, die sich ihrer Macht be⸗ wußt ist, die Würde des ersten Kulturmenschen. Denn der Bauer ist der Ersigeborene der Kultur, Welch eine Tat war es in der Entwidelung der Menschheit, als zum erstenmal es jemand wagte, das grausame Erz ein- zubohren in den Leib der jungfräulichen Erde.

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