Druckschrift 
1 (1914)
Entstehung
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Auf dem Wege dahin werfen wir einen Blick auf OIEROE. das erst kurz erworbene Bild von Ochtervolc. FJingprohe hat es treffend der jetzige Direktor

der Galerie getauft.

Drei Fragen stellen wir:

1. An welchen schon besprochenen Meister erinnert das Bild am meisten?

2. Was will der Maler mit diesem Bilde?

Es ist ein Bild in der Art von Metsu und Terborch. Das Bild gefällt durch die Schönheit der Farbe und des Lichts, durch die Kunst der Stoff- malerei. Der Maler will uns eine Augenweide geben.

Die dritte Frage lautet:Wem würden Sie den Vorzug geben, Terborch, Metsu oder diesem Meister? Xuf unserem Bilde wirkt verblũffend das Lachsrot des Kleides der sitzenden Gestalt. Diese Farbe fällt vielleicht zu sehr heraus aus den sonst mehr blauen und weißen Farben. Es ist kühner, komplizierter als die Einfachheit der Parbenharmonie eines Terborch.

Bei dem Bilde von Ostade(Kat. 277, 9SLAD el Kab. 8) besprechen wir kurz die einzelnen

EINEE SOM MERLAlLIER Bauerntypen, die Farbe, das Licht. Die

Sommerlaube hat den Zwecdk, Wechsel in die Beleuchtung zu bringen. Die Lokalfarben sind weniger stark, nur rot und weiß. Im Gegensatz zu Teniers ist hier mehr das Beschauliche, das Friedliche, das Idyllische einer Sonntags- nachmittagsstimmung gegeben. Es erinnert darin anunseren Ludwig Richter. ² Auf seine Bilder mit ihrem echt deutschen Gemüt wird nach⸗ drücklich hingewiesen. Das Landschaftliche tritt hier stark hervor. Hübsch ist der Blick in das Wiesengelände mit den großen Bäumen. Wie ganz anders ist das Bauernhaus als vorhin die Häuser von Teniers. Es ist nicht so nüchtern, es wirkt so anheimelnd, poetisch durch seine Bauart, durch das Strohdach, durch das vorgebaute Erkerchen. Etwas Humoristisches kommt in das Bild durch die Gestalt des kleinen Jungen in der Haustür, man sieht sein Gesicht kaum durch seinen viel zu großen Hut.

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