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(Interpunction) sind zunächst eine auf natürlichem Wege gemachte Entdeckung; das gänzliche Ausgehen des Athemzuges nötigte den gesamten Satz zu schlieszen, das Anhalten und Stocken des Athems kleinere Ruhepunkte eintreten zu laszen. Diese durch die Beschaffenheit und Dauer des natürlichen Athemholens bedingte Erfindung ist aber dann zugleich so wolthuend, dasz auch, wenn einer eine so starke Lunge hätte, dasz er in einem fort ohne Beengung des Athems reden könnte, wir das nicht einmal möchten. Hiermit ist der vorausgehende Satz be- gründet„dasz oftmals das, was anfangs nur der Vorteil oder die äuszere Notwendigkeit an die Hand gab, hernach auch den ästhetischen Gesetzen der Schönheit und Anmut entspricht;“ und inventum, das sich auf das unmittelbar vorausgehende attulerunt bezieht, ganz an seiner Stelle. Nun folgt zur Begründung von nolimus der nächste Satz:„»denn nicht daran findet unser Ge- hör Wolgefallen, was man überhaupt der menschlichen Lunge bieten kann, sondern was sie auch ohne Beschwerde(facile) und ohne dasz man die Anstrengung merkt, zu leisten vermag.“ (Diesz facile gibt denn auch den natürlichen Maszstab für die höchste Zeitdauer einer Periode, die die Ausdauer eines vollen Athemzugs nicht übersteigen soll). Hier also, das zweite- mal, ist inventum gar nicht zu brauchen, da der Satz id enim u. s. w. die ästhetische Ange- meszenheit des erwähnten inventum durch eine allgemein anerkannte Thatsache (nicht durch ein neues inventum, von dem hier gar nicht die Rede sein kann) begründen soll; es ist wol nur durch ein Versehen in den Text gekommen, was um so leichter geschehen konnte, wenn etwa das erste inventum im Anfang und gratum est am Ende der Zeile stand.
11.
III 47, 182. Longissima est igitur compleæio verborum„ Jude volvi uno spiritu potest. Sed hic naturae modus est, urtis alius. Vam cum sint numeri plures, iambum et trochaeum freguentem segregat ab oralore Arisloteles, qui natura tamen incurrunt ipsi in oralionem sermonemque nostrum; sed sunt insignes percussiones eorum numerorum et minuti pedes. Ouare primum ad heroum nos (dactgli et anapaesti et spondei) pedem invitat; in quo impune progredi licet duo dumtawat pedes aut paullo plus, ne plane in versum aut similitudiuem versuum incidamus. Allae sunt geminae quibus — hi tres(heroi) pedes in principia continuandorum verborum salis decore cadunt.
Vorstehende Worte schlieszen sich unmittelbar an die eben besprochene Stelle an. Es ist Aristot. Rhet. III 8, dessen Inhalt Cicero genau wiedergibt. Die prosaische stilistische Dar- stellung, das eννια εέεeν darf weder Eαεrς sein, in regelmäszig wiederkehrenden Reihen oder Metren sich bewegen, noch auch dοοιυνοιν, ganz ohne Hebungen und Senkungen einförmig, endlos ohne Einschnitte fortgehen, sondern soll vielmehr rhythmisch sein, also kunstmäszig gegliedert, natürlich in rechter Weise.*) Unter den gewöhnlichen Rhythmen ist nach Aristo-
¹) VgI. Dion. Halic. de comp. verb. c. 25 000 4εευιαο επtτ⁵νοQ q Veνμεᷣεοοωνι ο⁶ν dοιυινοωαχννvεμεννα doxerν— d⸗ννꝗꝙ ειςσνιυιιμοων αάιντ deꝓννν ναά εειιεμεοο †αtνεᷣσάα ⁴νον Cie. or. 56, 187 Perspi- cuum est igitur numeris astrictam orationem esse debere, carere versibus. Quint. IX 4, 56. Itaque Cicero optime videt ac testatur frequenter se quod numerosum sit quaerere, ut magis non dοοιισο quod esset inscitum
atque agreste, quam νουνννοων, quod poeticum est, esse compositionem velit.


