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ers), machte er wirklich durch rhetorische Pausen und Exclamationen, durch eine angenehme und woltönende Stimme beim Vortrag einen erstaunlichen Effect, so dasz man in der That um deswillen das, was ihm wirklich abgieng, nicht vermiszte.“ Das ist die einfache kKlare Cha- racteristik dieses Redners: die Ausdrücke admirando irridebat calebat haben hier keine Stätte. Es ist vielmehr das erste dieser Worte admirando aus mirum quantum(a dmirando wegen des vorausgehenden a) das andere irridebat aus der hernach in den Text gesetzten Randerklärung eines Grammatikers zu mirum quantum nämlich ridebatur, wie die Verwechselung von ridebat und ridebal, ridebatur in den Handschriften sehr häufig vorkommt;— oder(was vielleicht noch wahr- scheinlicher ist) es war die Stelle in der Handschrift, aus welcher der Laudensis stammte, un- leserlich, und daher in letzterem das, was zu entziffern war hingesetzt, das übrige durch Punkte bezeichnet, also etwa so geschrieben: canoramir"nt ebat in agendo. Daraus entstand einmal durch Verbindung des Restes von„quantum“ mit„amire das Wort admirando, dann durch Verbindung der Silbe ir mit lebat, das deshalb in debat geündert ward„irridebat’ und drittens aus diesem debat (gerade so geschrieben wie clebat)„calebat“., Dieses dritte Wort ist aber, wie schon Ernesti rich- tig gesehen hat, nicht calebat, sondern valebat und also die Stelle künftig einfach so zu schrei- ben: mirum quantum ralebat in agendo. Der mit sic beginnende Satz hebt speciell das hervor, worin Lentulus beim Vortrage seine besondere Stärke hatte; die Ablative interval- lis, eeclamulionibus, voce suari et canora gehören also zu valebat, wie 14, 55 longe plurimum va- luisse ingenio, 14, 57 dicitur— ad populum valuisse dicendo, 26. 98 qui et ingenio valuit et studio, 62. 222 qui lantum auclorifate dicendogue raluit,*) 63, 227 Sulyncius memoria ralebat. Durch das absichtlich um des Nachdruckes willen an den Schlusz gesetzte in agendo dagegen wird nochmals das Gebiet der oratorischen Thätigkeit, die actio, hervorgehoben, auf dem Lentulus diese seine Hauptstärke entwickelte und dadurch die Mängel auf dem Gebiet der inventio und elocutio zu verdecken wuszte. Aehnlich ist 36, 136 Sp. Thorius salis valuit in populari genere dicendi. Zu mirum quantum valebat(dααννιαοτ⁶eν ⁶οσσν τ⁶ςσνι⁶εν) genügt es, ein paar Beispiele anzu- führen: Liv. II 1, 11 Id mirum quantum profuit ad concordiam civifatis iungendosgue patribus ple- bis animos oder auch die fast ganz gleichen Wendungen Cic. ad. Alt. XIII 40, 2 mirum quam inimicus ibal, ut ego obiurgarem; Or. 26, 87 Huic generi orationis adspergenlur eliam sales, qui in dicendo nimium(mirum) quantum palent.
Ist aber mirum quantum ralebat in agendo richtig, dann werden auch die ohnehin sehr nach- schleppenden und die Symmetrie des Vergleichungssatzes beeinträchtigenden Schluszworte„in qua eæcellens fuite zu den nicht von Cicero, sondern von irgend einem Glossator herrührenden Eindringlingen gerechnet werden müszen, die wir oben aufgezühlt haben.
*) Ebenso vossze Brut. 25. 97 L. Cassius multum potuit, non eloquentia, sed dicendo lamen.


