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1 (1891)
Entstehung
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Homerische Blätter, lexilogische, Kritische und exegetische Beiträge zu Homer.

I. dοrn. μααφςοε. dοordgetr.

1. Dals das nur einmal bei Homer vorkommende vès αμτ( 78), wofür Moschopulos àOο&αοοσ⁷chrieb, offenbar in dem Sinne Ioοςι ⁸ο νεν ϑ⁴οα, wie Hesychius s. v. erklärt,² nichts anderes bedeute wie vès A.μ τ 1 330) oder das häufigere àαονπνιꝶ vs3, ist zwar eine alte und in neuerer Zeit wohl ziemlich allgemein angenommene Ansicht, die aber deswegen noch keineswegs verbürgt erscheint, sondern nach meinem Dafürhalten sogar vieles gegen sich hat.

Was hätte den Dichter, fragt man, bestimmen sollen, jene auffallende und in doppelter Hinsicht, einmal wegen des Wegfalls des organischen ½(Stamm H⁴eοτο, 5000), sodann wegen der besondern Endung für das femininum, abweichende Form den beiden anderen gleichwertig an die Seite zu setzen? Düntzer meint:Die kürzere Form des Metrums wegen nur hier, wie àοοτοεεν K65 neben*1Hαη⁴οσπτον, und auch Feddes sagt:Der Dichter wählte diese anomale Form aus metrischem Bedürfnis. Aber wo liegt denn hier ein solches vor? Als ob es dem Dichter nicht ein Leichtes gewesen wäre, mit dem gewohnten àνμςιοοoοꝶν(oder auch ãν⁴οτιο) einen Vers zu runden! Mit leichtester Anderung könnte man ja z. B. herstellen(vgl. 268);

3pe d' n' edvdœυν dμςοmμεν, νρ εαw,y)vs à.αμςοοσ⁵ κι⁴.

Dahingegen würde man es sehr wohl begreiflich finden, wenn der Dichter eine verschiedene, abweichende Form schuf, um zugleich eine verschiedene, abweichende Bedeutung zum Ausdruck zu

1 Homer hat dieses Wort nur N 41 ,00G0 1, adixot etc. in dem Sinne von ol dyaν οννωννοεε, 5 orir odõvreg. EM.

² Dieser hat aufserdem noch die Glosse.νν τϑēο(˖ννννννν meb σινν, oov.

s Dieses steht zehnmal(B 57, K 41, 142, X 268, 42 363, 3 429, 574, 283, ¹1404, 0 8), während es einmal h. Merc. 97-αον heiſst.

4 Sowohl Hesychius erklärt νκοτν dela als auch die Scholien D d.⁵ρτ⁄j ανι⁴dᷣ, dεᷣla: Eoια νο 1e9d τ ν ϑeε ν vũs und A dr! roν(Cννε olo μαά̈ναισοο.

s Dafs das in d‿.α☚οοςσ zum Stamme gehört, wie schon Buttmann Lexil. I 136 erkannte, nicht aber, wie Doederlein Gloss. II S. 114 und La Roche meinen, zu dem& privat.(urspr., dyæ, woher νεν), kann keinem Zweifel unterliegen. Insbesondere beweisen es Zusammensetzungen wie xεααιαιιοπσωοσ, ϑοσ‿ιςοoo etc. Vgl. unten S. 7.

6 Über Wortzusammensetzung im Homer. I. Teil Breslau 1871(Progr. des Elis.-Gymnas.) S. 39. . 1