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1 (1912)
Entstehung
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Heimat werden sie als vollberechtigte Angehörige aufgenommen unter allen möglichen näher geschilderten Zeremonien und wer- den selbst Sterne am Himmel.

Aus dieser Sagenwelt heraus überträgt sich der Glaube in das wirkliche Leben und wird zur religiéösen Anschauung breiter Volksschichten. Der Entwickelungsprozeß geht von der Sage aus, macht Schlüsse zwischen bedeutenden Menschen der Vor- zeit und der Gegenwart, oder er nimmt explosiv seinen Anfang auf einem vielleicht philosophisch und religiôs dazu vorgearbei- teten Boden bei Gelegenheit einer ungewöhnlichen Stern- oder Kometenerscheinung. Wenn die Sage erzählt, ein gewaltiger Held der Vorzeit sei gar kein gewöhnlicher Mensch, sondern der Sohn eines jenseitigen Mannes und darum schöner, kühner und stärker gewesen und sei nach seinem irdischen Aufenthalte selbst ein solcher jenseitsmensch geworden, so ist der Rückschluß auf besonders hervorragende Persönlichkeiten der Gegenwart gegeben, daß auch sie gar keine gewöhnlichen Herdenmenschen sind, sondern in geheimnisvollen Zusammenhang mit dem jen- seits stehen müssen. So treffen wir bei einer Anzahl von Natur- völkern den Glauben, daß der Herrscher zum Stern wird, und derselbe wird dahin erweitert, daß seine getreuen Helden ihn zum Himmel als Sterne begleiten, bis dann in sämtlichen Sternen ehemalige Menschen gesehen werden. Tylor, Drexler, Ratzel und Frobenius geben hierfür in ihren öfters genannten Werken an den einschlägigen Stellen reiches Material. In kulturell höher stehenden Völkern verschiebt sich der Glaube dahin, daß nicht der Herrscher infolge seiner körperlichen Vorzüge allein dieses Vorrecht genießt, sondern überhaupt geistig hervorragende und edle Menschen. So lesen wir in Ardschunas Reise zu Indra's Himmel (W. Fr. Bopp, Berlin 1824) S. 3:

Dort scheint Sonne nicht, Mond nicht, Aort glänzet das Feuer nicht,

Sondern in eigenem Glanze leuchtet allda durch edler Tatenkraft,

Was in Sternengestalt unten auf der Erde gesehen wird,

Ob großer Ferne gleich Lampen, obwohl es große Körper sind.

Es sind göttliche Weise und Helden, die von dem Firmament

aus als Sterne herabglänzen. ¹4)

In Griechenland setzt diese Erweiterung des Sternenglaubens verhältnismäßig spät ein. Er war eben in seiner Entwickelung gehemmt durch die ganze jenseitsvorstellung, denn für den

146) Oldenberg, Die Religion des Veda 564; Hillebrandt, Vedische Mythologie I S. 3907.