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3. Kapitel zurückstellen wollen. Allen Sternen werden gleiche Tiere, nämlich Luftpferde, von den Kalmücken zugeschrieben. ¹45)
An letzter Stelle wollen wir noch einer primitiven Erklärung gedenken, die eine Verschmelzung der von uns in§ 1 entwor- fenen Ansicht von der Feuernatur der Sterne mit unserer eben betrachteten Vorstellung der Himmelsbewohner ist. Wir hatten oben die Anschauung kennen gelernt, daß die Sterne Löcher sind, durch die das Himmelslicht hindurchleuchtet. Ist nun das Himmelsland in der seither von uns beleuchteten Weise bevölkert, so kann die Phantasie in den Sternen auch einfach die Feuer er- blicken, die jene Menschen aus irgend einem Grunde anstecken. Von dem homerischen Vergleich der trojanischen Wachtfeuer mit den Sternen wäre eigentlich der Schluß zu erwarten: dort oben brennen ebensolche himmlische Wachtfeuer, die infolge des großen Zwischenraumes nur als Pünktchen erscheinen. Er ist aber in der Antike nicht gegeben worden, weil er dem Himmels- bild der klassischen Völker nicht entsprach. Wir finden ihn aber öfters in der wilden Mythologie. Wie eine solche primi- tive Anschauung immer wieder aufkommen kann, zeigt Tylor a. O. I S. 295, aus Beispielen, wo der Mond als Ofen, die Sterne als Feuerlöcher gedacht werden, in denen die Menschen auf dem Himmelsboden ihr Feuer anmachen. Aehnlich sehen einige Indianerstämme in den Sternen der Milchstraße Lagerfeuer, die Eingeborenen des Kap-Flusses in Australien die Milchstraße selbst als Rauch an; er rührt von dem Himmelsgrase her, das die Weiber dort anstecken. ¹45)
Wir kehren zu unserer Schilderung von dem Aufenthalt der Sternmenschen auf der Erde und ihrem Verhältnis zu den Menschen zurück. Wir haben gesehen, daß gewissen Sternen- söhnen es geglückt ist, nach großen Gefahren in die Heimat ihres Vaters in den fernen Bergen, Inseln oder jenseits des Him- melsgewölbes zu gelangen. Sie werden von dem Vater erkannt und dürfen mit ihm in seiner Hütte leben. Zum Aufstieg werden dieselben Hilfsmittel gebraucht, wie wir sie beim Abstieg der Himmelsmenschen kennen gelernt haben. Zunächst ist es der ganze Mensch in seiner irdischen Gestalt, der so ins jenseits wandert. Wie jener indianische Sohn des Morgensterns oder des einäugigen Sternmenschen oder der Plejade zur Hütte der Sonne oder ihres Sternvaters geht, so wandert auch Phaethon, der Sohn des Sonnengottes, unter unendlichen Mühsalen zur Burg seines Vaters. In ihrer, dem Vater nach betrachtet, wahren
145) Bergmann a. O. 41. 14sa) Chamberlain a. O.= Am Urquell VI 84.


