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liegt, finden wir ihn selten ausgesprochen, es genügt mir, den- selben zu erwähnen; folgende hübsche Verse von Heine(neuer Frühling 37) mögen ihm einiges Leben verleihen:
Sterne mit den goldnen Füßchen Wandeln droben bang und sacht, Daß sie nicht die Erde wecken,
Die da schläft im Schoß der Nacht.
Aber nicht nur eigene körperliche Vorzüge lassen einen Menschen weit über seine Umgebung herausstrahlen, sondern auch glänzende Gewänder, Schmuckstücke, die besonders im Haar getragen werden, wie Diadem, goldener Reif und Kranz, oder die Bemalung des Kopfes mit glänzenden frischen Farben. So finden wir den Glanz der Sternenmenschen auch gedeutet als besondere Färbung ihres Gesichtes oder als Maske, die sie tragen, ferner gibt eine glänzende Kopfbedeckung(rote Feder— Strahlen- krone— Strahlenkranz) oder ein ganzes Strahlengewand, das den an sich völlig menschlich gedachten Körper bedeckt, ihnen den flimmernden Schein, den wir von der Erde aus an den Himmelskörpern wahrnehmen. Bekannt ist die heute noch z. B. in Mexiko bei heiligen Anlässen angewandte Sterngesichtbema- lung, ferner die Strahlenkrone, die zackenförmig hinter den Köpfen der Planeten herausragt oder der Strahlenkranz, der die Köpfe derselben einfaßt, wie wir es heute noch bei Heiligen- bildern sehen. ¹se) Gerade den Planetengöttern ist fernerhin mit großer Vorliebe eine phantastische Reihe von Strahlengewän- dern zugedacht worden, wie purpur— gold— silberfarbig usw. mit besonderer Beachtung des natürlichen Planetenlichtes. Wie in kindlicher Ausmalung die farbenprächtigen Planetenbilder des Altertums und des Mittelalters erscheinen, sahen wir in dem oben- genannten Naturmythus der Pawnee-Indianer. Andererseits denkt man sich die Sternenmenschen mit einem sternartigen Licht über dem Haupte; so werden die Plejaden z. B. als Frauenköpfe mit darüberstehendem Stern abgebildet. ¹40⁰)) Nehmen die Licht- menschen diesen Lichtschmuck ab, dann kann man mit ihnen, wie mit gewöhnlichen Sterblichen reden; sehr hübsch zeichnet diese naive Idee Ovid in der Geschichte des Phaethon. Der Sonnensohn kommt zu dem Palaste seines Vaters nach langer Wanderung, kann aber, völlig geblendet von dem Strahlenkranze,
139) K. Th. Preuß, Ursprung der Menschenopfer in Mexiko= Globus 86, 108 ff. und a. a. O.= Arch. f. Rw. XI 388.— G. Thiele, Antike Himmelsbilder S. 131.
140) G. Thiele a. O. S. 112.— Auf mehreren pompeianischen Wand- bildern wird der Morgenstern als jüngling mit einem Stern über dem Kopf dargestellt: Roßbach, Archäol. jahrb. VIII 1803, 56.


