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1 (1912)
Entstehung
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Auch sie übertreten das Gebot, eine bestimmte Pflanze(Zwiebel) auszugraben, sehen ihre Heimat und klettern an einem Seile aus dem Himmel herab. 1²s)

Wie allmählich die einzelnen Motive, die wir als strenge Gesetze in der Entwicklung bis jetzt festgestellt haben, ineinan- der überfließen und die ursprüngliche Entwicklung völlig ver- wischen, mag uns die Schilderung aus dem Kalewipoeg¹²s) dar- tun. Dort kommen als Freier um Salme Sonne und Mond in reichster Pracht, werden aber abgewiesen:

Drauf erschien der dritte Freier, Kam daher der Sternenknabe, Nordpolsternes Erstgeborner, Fuhr heran mit funfzig Rossen Und mit sechzig Rosselenkern Wollte Salme sich gesellen,

Sich die holde Maid vermählen.

Und Salme gibt den Befehl, des Sternes Rößlein wohl zu bewahren und zu füttern, denn sie will des Sternesgold'nes Weibchen werden:

Stetig strahlet Sternes Antlitz Sternes Sinn ist sonder Schwanken, Nicht versehrt der Stern die Saaten, Noch die reife Roggenernte.

Der Stern selbst soll nach ihrer Weisung aufs köstlichste bewirtet werden, aber:

284 Stern ließ seine Klinge klirren, Ließ den Schmuck, den gold'nen, gellen Und das blanke Blech der Sporen Stampfend mit der Eisenferse.

Denn er will nicht essen, er will die Braut. Nach wieder- holter Aufforderung und Abweisung sagt er in ganz überraschend hübscher Fassung:

330Sternenaug kennt keinen Schlummer, Hat nie Lust, das Lid zu schließen, Will die Wimpern nimmer senken. Bringt die Braut mir in die Stube, Schaffet, daß ich Salme schaue,

Holet her die Huhn entsproß'ne.

Dann wird die überaus glänzende Hochzeit zwischen beiden gefeiert, die in größter Ausführlichkeit geschildert wird. Am

128) Boas, a. O. 125) a. O. I 235 ff.