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1 (1912)
Entstehung
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beträchtlichen Anzahl von Stämmen genannt. ¹²³) Dabei wohnte er in früherer Zeit mit einem Erdenweibe mitten unter den Menschen. So war er in Thorikos mit der Kleobeia vermählt, wird der Vater des schönen Philammon, des Lieblings der Nymphen, und dadurch der Stammvater einer Anzahl berühmter attischer Familien. ¹²⁴³)) Oder er ist der Vater des Keyx und da- durch der Ahnvater der östlichen und westlichen Lokrer, die ihn darum als Stern auf ihren Münzen abbilden. ¹²⁵⁴) Weiter ist er der Vater der Hesperiden im fernen Westen(Diodor. IV 27), oder des Dädalion(Hygin. fab. 65).

Eine große Bedeutung hat dieser Stern heute noch in diesem Sinne in der wilden Mythologie. So ist er z. B. der Ahnherr der Pawnee-Indianer. Und er ist auch hier der Vater trefflicher Söhne, die auf Erden große Heldentaten vollbringen. Während der griechischen Mythologie die Entrückung der irdischen Frau im Himmelsland fremd ist, gewinnt dieser Zug gerade in den wilden Sagen eine besondere Bedeutung und liebevolle Aus- gestaltung. Von der reichen Fülle von hierher gehörenden Märchen, die ich im Laufe der Jahre gesammelt habe, setze ich zur Belebung der ganzen Ansicht Teile aus der schon erwähn- ten Sternknabenlegende der Schwarzfußindianer hierher:Vor langer Zeit... hatte unser Volk während des Blumenmonats sein Lager nahe den Bergen aufgeschlagen. Es war eine wolken- lose Nacht und ein warmer Wind wehte über die Prärie. Zwei junge Mädchen schliefen im hohen Grase außerhalb der Hütten. Vor Tagesanbruch erwachte die ältere Schwester Soatsaki oder Feder-Frau. Der Morgenstern erhob sich gerade über die Prärie, er war wunderschön, wie er durch die klare Luft des Morgens leuchtete. Sie lag und blickte zu dem prächtigen Stern empor, bis daß es schien, als sei er neben ihr und ihr Ge liebter. Zuletzt weckte sie ihre Schwester, indem sie ausrief: Sieh den Morgenstern! Er ist schön und muß sehr klug sein. Viele der jungen Leute haben mich heiraten wollen, aber ich liebe nur den Morgenstern. Tatsächlich war er ihr genaht, und als die Blätter welkten, fühlte sie sich Mutter. Sie trifft den Morgenstern eines Tages am Flusse, es ist ein junger Mann. Er gesteht ihr alles zu und fordert sie auf, mit in den Himmel in die Hütte seines Vaters, der Sonne, zu kommen. Sie erkennt ihn als ihren Gatten wieder.Sie erblickte in seinem Haar

·12.) K. Th. Preuß a. O.= Arch. f. Religionsw. XI 388.

124) Konon 7.

¹1²⁵5) Nach Nicander bei Ovid. Met. XI 270, Appollodor. Bibl. I 52. v. Wilamowitz-Möllendorff: Phaethon= Hermes 18, 422; O. Gruppe, a. O. 458 u. 3; Weizsäcker in Rosch. Myth. Lex. s. v. Phosphorus.