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berischen Tönen senkt sich ein großer Korb hernieder, aus dem zwölf schöne Mädchen aussteigen. Ein hell leuchtender Feuer- ball erklingt: er wird wie eine Trommel geschlagen. Die Mädchen beginnen zu tanzen. Trotzdem sie alle schön sind, gefällt ihm eine am besten. Er stürzt auf dieselbe zu, aber im gleichen Moment springen die Mädchen in den Korb und verschwinden dem Himmel zu.“ Mittels eines Zaubers gelingt es ihm, sich am dritten Tage, als die Mädchen wieder herunterkamen, des Mädchens zu bemächtigen und ihre Liebe zu erringen. Er heiratet sie und im nächsten Frühjahr wird ein Knabe geboren. Alles ist gut und schön, bis sie eines Tages ihren Vater oben im Himmel laut weinen und klagen hört. Sie geht mit ihrem Sohn und einem Korb, den sie besonders flicht, in den Zauberkreis und kehrt zum Himmel unter denselben Zaubertönen zurück. u¹) Zuletzt kommt dann die Theorie auf, daß sie mit Flügeln ver- sehen sind, also jederzeit herabkommen können, oder daß sie auf gewaltigen Vögeln, gefiederten Rossen, Kühen u. ä. herab- fliegen oder auf Flügelwagen, die von der phantastischsten Be- spannung oder von selbst fortbewegt werden. Hierfür finden sich in der Volksüberlieferung überall derartig viele Beispiele, daß ich mir Einzelheiten hier wohl ersparen darf. Erwähnens- wert ist noch die Kombination des Sternenmenschen mit der von uns an erster Stelle betrachteten Theorie der aus feuriger Ma- terie bestehenden Sterne, denn man dachte sich auch, ein Him- melsmensch stürze sich als feurige Kugel vom Himmel herab. So gleitet die Morgensterngöttin Istar Astarte als Feuerkugel vom Himmel herab und senkt sich in den ihr heiligen See, um die Opfer und Gebete ihrer Gläubigen und Priester ent- gegenzunehmen. ¹¹s) Aehnlich stürzt ja auch bei Homer Athene wie ein funkensprühender Stern vom Olymp herab.
Ist nun allen Sternen die Möglichkeit verliehen, auf die Erde zu kommen, so liegt es auf der Hand, sie mit den Menschen insgesamt in Wechselbeziehung zu bringen. Man dichtet und sinnt weiter, sie ruhen nicht in den Bergen aus oder auf ihrer Kahnfahrt, sondern sie kürzen ihren Weg dadurch ab, daß sie quer durch die Menschen hindurch wandern und neugierig deren Tun beobachten. Dabei sind sie entweder unsichtbar, weil sie auf verborgenen Wegen und Plätzen einhergehen, oder sie gehen sichtbar auf der Erde einher, und gewissen Menschen glückt es, sie zu beobachten und mit ihnen zu verkehren(z. B. oben in der Wabimythe). Zugleich wirkt die Beobachtung in der ewigen Wiederkehr der Sterne zur Erweiterung in der Zeichnung
¹117) Erobenius, Zeitalter des Sonnengottes I 657 ff. 1¹1s) Euseb. vita Const. III 55, Zosimus I 58, Sozom. II 5.


