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1 (1912)
Entstehung
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zur Erde herabgeschossen, wirkt Unheil und schießt dann, nach- dem er so gewissermaßen seine dämonischen Gelüste ausgiebig befriedigt hat, wieder zu den anderen Sternen hinauf. Als be- sonders charakteristischen Beleg lasse ich den Bericht von Lycosthenes zu dem Kometen von 1543 in der Uebersetzung aùs denWundern Gottes) folgen. Es heißt dort S. 122: Anno 1543 sahe man.. einen erschrecklichen Kometen aber- mahls in Gestalt eines großen Drachen. Es erschien nemlich ein Strahlstern, größer als ein Mühlstein und kehrte seinen Schwantz gegen Mittag, aus demselben fiel viel Feuer auf die Erde, wie ein grausamer Drache, er sof aus einem Bächlein und ver- trocknete ihm gantz, hernach flog er auf einen Acker und fraß alles von demselben herunter, alsdann schwang er sich wieder in die Hõhe und ließ ein Merckmahl nach, nemlich großes Ster- ben. Dieser Bericht, der in den meisten Kometenverzeichnissen des 17. Jahrhunderts gläubige Aufnahme und entsetzte Leser und Gläubige fand, stellt uns die stärkste Kombination dar, in die sämtliche seither von uns betpachteten Sternideen zusammen verquirlt sind. Von dem Vogelmotiv ist der geflügelte Drache aufgenommen,ss) von der Feuervorstellung das von ihm ab- sprühende Feuer und das Austrocknen des Baches. Neu ist die von uns seither überhaupt noch nicht besonders betonte Einwirkung auf die irdischen Verhältnisse und besonders der Einfluß auf die Erdatmosphäre. Gerade diese Begleiterscheinung haben wir hier zunächst noch auszuschalten, denn bei der Zeich- nung der primitiven Auffassung spielt die Beziehung von Stern und Erde in eine bereits höhere und schärfere Beobachtung des gestirnten Himmels hinein, die wir an einer anderen Stelle zu berücksichtigen haben.

Eine besondere Himmelswohnung wird für diese Sternwesen nicht ausgedacht, sie schweben hoch oben in der Luft unter dem abschließenden Himmelsdach wie die Vögel und holen sich ihre Nahrung wie diese, entweder aus der Luft oder, wie wir es bei Sternschnuppen und Kometen gesehen haben, von der Erde. Dagegen fordert es zu Fabeleien über ein Land jenseits der Erde heraus, wenn sich die Phantasie die Sterne nicht mehr als fliegende

) Der Titel lautet: Wunder Gottes in der Natur bey Erscheinung der Kometen, Frankfurt 1744.

83) In den Abbildungen, die zur IIlustration den aufgezählten Kometen- erscheinungen beigegeben werden, wird der herabstürzende Drachenkomet stets geflügelt dargestellt; mit den Füßen steht er auf der Erde und speit aus dem weitaufgerissenen Rachen Flammen nach dem Feld und dem Flusse z. B. Wunder Gottes S. 122, Lycosthenes Prodigiorum ac ostentorum chronicon Basel 1557. S. 510, Stan. Lubienietz, Theatrum cometicum, Leyden 1681 II. S. 48 f. 173.