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terlinge bei den Mexikanern,s³) leuchtende Käfer oder Bienen, von denen Honig herabträuft, in der Antike.*⁴) Ihre kleine Ge- stalt, Bewegung sowie die Beobachtung der Sternschnuppen hat bei primitiven Völkern daneben die Deutung von Feuerflöhen oder Sandflöhen verursacht, die oben am Himmel leben.*³) Einen weit größeren Kreis dagegen fand die Gleichsetzung der Ge- stirne mit Vögeln. Am bekanntesten ist der Sonnenvogel, dessen Gestalt in den Mythen der meisten Völker uns erhalten ist. Die- selbe Auffassung von den Sternen begegnet uns noch in dem griechischen Sternbild der Plejaden, das als Taubenschwarm ur- sprünglich gedacht wurde.“) Auch in der wilden Mythologie finden gerade die Plejaden sehr oft die Gleichstellung mit einem Vogelschwarm. So sind sie in Neuholland weiße Papageien, in der Wabimythe weiße Falken, in Brasilien ebenfalls Papageien. Dagegen sind sie anderen Völkern Hühner, z. B. den Kambodjaer, den Siamesen,“) und wir finden den ganzen Glauben auch in der deutschen Gluckhenne mit ihren Küchlein, deren Bild auch in Frankreich und England durchaus geläufig ist. Denselben Ideenkreis verrät auch die Bezeichnung der Milchstraße als Vogel- straße, Vogelweg.*s²) Außer in diesen Sternbildern hat sich der Glaube besonders bei Sternschnuppen und Kometen erhalten und dahin erweitert, daß fliegende, vogelartige Wesen in ihnen aus der Sternenwelt zur Erde stürzen. Der deutsche Volksglaube sieht in beiden heute noch drachenähnliche Ungeheuer und ver- knüpft mit ihnen den seltsamsten Aberglauben und verschiedene von den bereits in§ 1 besprochenen materiellen Deutungen der Sternennatur. Zur Charakteristik stelle ich folgende Mitteilungen aus der Zusammenstellung, die Karl Bartsch über Mecklenburger Ideen gegeben hat, hierher:„Eine Sternschnuppe ist der Drache, der seinen Anhängern das anderswo gestohlene Gut, besonders Geld, bringt. Wer mit ihm im Bündnis steht, über dessen Haus verschwindet er und läßt sich im Schornsteine nieder. Eine Feuerkugel ist der mit reicher Beute beladene Drache. Man sagt von ihm De Drak treckt“. Wer ihn„verspottet, dem be-
73) K. Th. Preuß a. O. S. 388.
) Schwartz a. O. 86 ff., 53 ff., 66 ff.— 2. B. heißt der Mond nach Plinius pehiaoa bei Porphyr. de antro nymphar. C. 18.— Nach Aristoteles kommt der Honig von den Sternen; ich verweise auf meine Ausführungen a. O. S. 207.
75) Am Urquell VI 84, K. von den Steinen, Unter den Natur- völkern Zentral-Brasiliens S. 513 f.
*⁶) Zur Ableitung der Pleiaden von zeletäde« vgl. Athenäus XI p. 484 E, dazu IIberg in Roschers myth. Lex. s. v. Pleiaden III Sp. 2551, A. Baum- gartner, Zur Geschichte und Literatur der griech. Sternbilder, Basel 1904 S. 18.
7) L. Frobenius, Zeitalter des Sonnengottes S. 363.
18) Drexler, Wochenschr. f. Klass. Philol. XI 733, Grimm a. O. II 45. 106.


