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machen, damit man den Weg nach Hause fände; es warf da- her glühende Asche in den Himmel und diese blieb dort als Sterne haften. Dieselbe Vorstellung treffen wir in den adazs« des Xenophanes nur in feinerer Form ausgedacht, im Grunde sind es aber auch für den griechischen Philosophen doch nur glühende Kohlenstücke. In einer indianischen Sages:) sprühen Funken aus dem Leibe des grauen Bären, dessen Inneres Stradka in Brand gesteckt hatte, und werden zu Sternen verwandelt. In der Edda sind es Funken aus Muspelheim,²**) im schwäbischen Volks- glauben sind es kerzen- oder lampenartige Lichter, die oben am Firmament angesteckt sind. Engel bedienen dieselben, sie ver- hüten das schlechte Brennen, wie wir es bei unseren Lichtern tun, und sie zwicken die verbrannten Dochtteile ab; die herunter- fallenden Dochtbutzen sind das, was der Volksmund Sternschnup- pen nennt. Diese Ansicht ist zugleich mit der von uns zuerst behandelten Gruppe dadurch in Zusammenklang gebracht, daß man dem Finder eines solchen Dochtbutzens großen Reichtum zuspricht:„denn der Butzen ist lauter Gold und Silber.“ss) In franzöõsischem Volksglauben sind es die Kerzen der Jjungfrauss) oder herabhängende Lampen, in denen ein besonderer Docht und ein himmlisches Oel brennt, sie werden von Gott jeden Abend angesteckt. ¹²) Als Himmelslampen, die ohne Stricke in dem hohen Himmelstempel hängen und allerdings ohne beson- deres Oel und besondere Bedienung leuchten, gelten sie auch bei den Armeniern. 44) Die moderne Zeit hat sich nicht gescheut, diese naive Ideen auch mit unseren Beleuchtungskörpern in Ein- klang zu bringen, es ist in der Journalistik ein beliebter rôr, von der großen Bogenlampe(Mond) und den kleinen Glühbirnen des Nachthimmels zu reden.
Auch den Römern und GCriechen war die Gleichstellung von Sternen und Lichtern durchaus geläufig. So heißt es in Homer Il. IV 7 von dem herabfallenden Stern, daß Funken von ihm
37) F. Boas, Sagen der Indianer an der Nordwestküste Amerikas in Verh. d. Berl. Ges. f. Anthrop. 1894. S. 206. A. Bastian, Der Mensch in der Geschichte. Leipzig 1860. II 243.— ³) j. Grimm a. O.
38) A. Birlinger, Volkstümliches aus Schwaben, Freiburg 1861. I. 8. 15* Nr. 209, 5; dazu Simrock, Handbuch der deutschen Mythologie
39) Revue des traditions popul. 17. S. 102.
4⁰) Revue des tradit. popul. 19. S. 47.
41) M. Abeghian, Armenischer Volksglaube S8. 50.— Man vergleiche dazu folgende Verse Heines(Vermischte Gedichte II 36):
Immerhin: Mich wird umgeben Gottes Himmel dort wie hier, Und als Totenlampen schweben Nachts die Sterne über mir.


