Druckschrift 
1 (1891) 1841 - 1866
Entstehung
Einzelbild herunterladen

a, og

nehmen wolle, ‚wenn: auch kein Zuschuss aus Staatsmitteln ‚geleistet werden: sollte.. Jedoch sah, man von der Fassung eines formellen und schriftlichen Beschlusses ab, weil man. vorerst. noch abwarten wollte, ‚welches Ergebnis die Kammerverhandlungenhaben: würden.

In der Sitzung vom 4. Juni 1839 kam nun ‚der. Antrag des Abgeordneten Peerrot zur., Be- ratung.Die Majorität des Finanzausschusses hatte jedoch die beantragte Summe ‚von. ‚1000. Gulden auf 600: Gulden. heruntergesetzt; die Minorität war. gegen jeden Zuschuss aus Staatsmitteln, weil: sie ähnliche oder. gleiche Forderungen, kleinerer, Städte, abschneiden wollte und. der ‚Meinung war, die Realschulen. würden ‚in. kleineren Städten überhaupt keinen: Erfolg haben. Zur Begründung ‚seines Antrags wies(der Antragsteller in: lebhafterı und ‚überzeugender Rede darauf hin, dass die Schule, für die gewerbtreibenden., Bewohner von Alzey und seiner Umgebung ein unabweisbares Bedürfnis sei. Aber auch der.im Verhältnis zur Einwohnerzahl Alzeys seit Errichtung ‚eines'Kreis- oder ‚Bezirks- gerichts. besonders stark vertretene Beamtenstand ‚verdiene insofern Berücksichtigung, ‚als, man ihm durch ‚entsprechende, Einrichtung ‚der. neuen ‚Schule die ‚Möglichkeit: bieten müsse, seine, Söhne für ‚die oberen Klassen der. Gymnasien ‚vorbereiten zu lassen. Für ein vollständiges Gymnasium sei die Zahl derer, ‚die. sich ‚den höheren Studien, widmen wollten, voraussichtlich zu ‚klein...Es ist. den.Bewoh- nern'Alzeys. nicht entgangen, dass: seit beinahe zwanzig ‚Jahren eine zweite Revolution ausgebrochen ist, nämlich die sogenannte- gewerbliche Industrie. Diese Industrie, ‚meine Herren, ist eine, Macht des zweiten ‚Ranges geworden.. Seitdem die Physik, die; Chemie und die, positiven Wissenschaften sich mit dem Gewerbfleisse und: der. Industrie in Verbindung. gesetzt haben,haben. sie. eine, totale Umgestaltung ‚der Dinge ‚hervorgebracht. Dies: begreifen die. Leute überall... Darum beschränkt ‚sich die Stadt Alzey ‚auf eine kleine Realschule in kleinem Format, wobei jedoch Latinität; und ‚andere Branchen getrieben werden,.dergestalt dass, ohne ein reines: Gymnasium oder. eine Realschule in ex- tenso ‚zu: sein, unsere. Anstalt. vielmehr ‚für: das. eine. wie, für das andere/eine: Vorbereitungsschule sein und. so unserer ‚Jugend immer einen. zwei-, drei-' und vielleicht vier. jährigen BNFWÄNLgAN Auf- enthalt sparen, wird.;

Der. Abgeordnete Heinrichs äusserte sich über die seither: schon ‚bewiesene der. Stadt Alzey mit:.folgenden anerkennenden.:(Wenn ınan ‚erwägt, welchegrosse: An- strengungen' die Stadt Alzey noch: vor. nicht langen Jahren gemacht ‚hat, um... das Volksschulwesen auf die Stufe zu bringen, auf.der es jetzt steht; wenn. man, ihre ‚Opfer. bei. Errichtung des zweiten Kreisgerichts bedenkt; wenn man erwägt, dass sie bereits: eine.höhere: Bildungsanstalt. für Mädchen aus eigenen Mitteln errichtet hat;wenn. man.noch. weiter erwägt, dass sie auch zur: Errichtung der höheren Schule für Jünglinge wieder den grösseren Teil: der, Kosten aus eigenen Mitteln bestreitet: so wird man. es billig finden, dass der. beantragten Summe die Bewilligung: erteilt wird. Ich meinerseits werde mit Vergnügen dafür stimmen.. Es fehlte auch nicht an Rednern, die die Ansicht der Minorität' des Ausschusses vertraten und die Bedürfnisfrage für Alzey überhaupt verneinten. Im allgemeinen aber drang in der Kammer die Meinung ‚des Antragstellers durch, und als letzter Redner in..der. Sitzung. vom 4. Juni 1839 äusserte der Abgeordnete von. Grolmann:Ich. erkenne allerdings ein Bedürfnis der Stadt Alzey für eine. Schule an, wie sie ‚dieselbe ‚errichten will, und ich freue mich, dass diese Stadt ein so grosses, einige Unterstützung. verdienendes Opfer zu bringen bereit ist, um ihre Söhne auf eine höhere Stufe der Bildung zu. bringen, als ‚sie Bolghe in den gewöhnlichen Kommunalschulen erhalten können.

Die beiden Kammern bewilligten die geforderten ‚600- Gulden, und es war. durch. diese ‚Be- willigung, die im Landtagsabschiede vom Jahre 1839 die Allerhöchste Genehmigung erhielt, der neuen Schule der Charakter einer Staatsanstalt gegeben.

Die finanziellen Existenzbedingungen wurden in der Weise geregelt, dass erstens der Staat alljährlich 600 Gulden zu den Kosten der Schule beitrug. ‚Dieser Ansatz blieb von 1839 ‚bis 1865,