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schliessen sich an den Deich des Kronprinzenkooges an. Die Höhe wurde je nach den Stauungen auf 5— 6 m berechnet, vorläufig aber mit Rücksicht auf die Lagerung des lose aufgeschütteten Erdreiches zu 6— 6,30 cm errichtet. 2349616 kbm Erde waren zur Aufschüttung nötig, aber es ist damit ein Territorium von etwa 1980 ha gewonnen. Bereits auch hat das Meer wieder Schlick angesetzt, und schon ist ein nordwürts gerichteter Vorsprung, der Steert, mit einem 2 m hohen Sommerdeiche umgürtet, der dem neuen Werke Schutz gewährt auf die Länge von 1,8 km.
Nach solchen günstigen Erfolgen richten sich die Blicke weiter nach auswärts. Der Meldorfer Busen, eingeschlossen zwischen zwei weit vorspringende, eingedeichte Landzungen, wird ruhiger im Sturm und verspricht einen raschen und dauernden Anwachs in seinem Innern nach Verlauf weniger Jahre.
Bestimmter jedoch sind die Blicke nach Süden gerichtet, wo zwei grosse Grasflächen, die
beiden Maxqueller, die noch vor wenigen Jahren im Wasser lagen und auf allen Karten als Inseln verzeichnet standen, durch zwei kurze Dämme landfest geworden, sich unmittelbar an den Klein- dieksander Sommerdeich anschliessen. Beide Maxqueller, zu einem grossen Koog vereinigt, ver- grössern Deutschland abermals um eine bedeutende Fläche. Dann soll die Eindeichung, fast an die Elbe heranrückend, jetzt unter dem Namen„Kaiser-Wilhelm-Koog“ auf die Regulierung des Elbe- fahrwassers einwirken, andernfalls auch einen Schutz des Friedrichskoogs abgeben und mithin einen Busen bilden, der bald aufschlicken muss. Beider Vereinigung schafft dann eine festere Gegenwehr. ¹¹⁸) Weiter nördlich ist dann die Halbinsel Eiderstedt nördlich der Eidermündung aus drei Inseln zusammengesetzt und zuletzt mit dem Festlande verbunden worden. Diese drei Iuseln waren das dem Festlande am nächsten liegende Eiderstedt, Ewerschop und nach Westen hinaus Utholm. Die Hewer und Eider teilten diese Inseln. Eiderstedt und Ewerschop wurden durch einen nördlichen Arm der Eider getrennt, von dem v. Maack behauptet, dass er sein Wasser früher von der Elbe empfangen habe, die etwa in der Gegend des Lister Tiefes mündete.
Wann die Inseln sich unter einander verbunden haben, darüber fehlen die Nachrichten. Im 13. Jahrhundert soll Eiderstedt bereits durch den Milderdamm mit dem Festlande verbunden gewesen sein, und vom Jahre 987 bis 1631 sollen 48 verschiedene Eindeichungen stattgefunden haben. ¹¹⁴)
Auf der Iusel Sylt an der schleswigschen Küste ist man sogar auf den Gedanken gekommen das Meer selber wieder aufbauen zu lassen, was es früher zerstörte. Man errichtet nämlich dort längs des Strandes zwei parallele Pallisadenreihen, die etwa 100 m von einander abstehen. Bei Stürmen rollen die mit Sand beladenen Wogen über die Faschinen hinauf, lassen aber in dem Zweiggewirr derselben die mitgebrachten Sandteile niederfallen. Der Sand häuft sich zwischen den beiden Pallisadenreihen an, und bald erhebt sich eine lange, künstliche Düne am Meeresufer und schützt die im Innern gelegenen Felder. ¹¹⁵)
¹13) Dr. Mayr, Petermanns Mitteilungen 1857, p. 459 ff. u) Weigelt, Die nordfriesischen Inseln vormals und jetzt, Hamburg 1873, p. 147 ff. 116) Reclus-Ule, Die Erde und die Erscheinungen ihrer Oberfläche, II., 413.


