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1 (1884)
Entstehung
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westlich vom Hont, und in den Jahren 1703 1746 soll die Insel Kadzand über 1000 Klafter von ihren Dünen verloren haben. Der Hont selber versandete, so dass grössere Schiffe durch den Haring- vliet auslaufen müssen. ³⁹)

An dem Arme der Maas, welcher einst südlich von Kadzand floss, lag das Land Saaftingen mit einem Dorfe gleiches Namens. Beide sind im Wasser untergegangen. ¹)

Dann hat das Meer auf der Insel Walcheren, die nach den Überlieferungen im dritten Jahr- hundert vom Festlande getrennt wurde, bei dem Orte Westkappel die Dünen und einen grossen Teil der Küste weggerissen. ¹¹) Von Südbeeveland ist im Jahre 1532 der östliche Teil mit mehreren Dörfern und den Städten Borselen und Remarzwalde auf dem linken Ufer der Osterschelde von den Wellen verschlungen worden.) Auf Nordbeeveland lag das Dorf Kampen der Stadt Terveer gegenüber. Es wurde gleichwie die Stadt Kartgene durch die Überschwemmungen in den Jahren 1530 und 1532 vom Meere begraben.)

Die Insel Arizant im Nordosten von Nordbeeveland, die sich bis Zirksee erstreckte, verschlangen im Jahre 1658 die Wellen. Die Insel Schouwen ferner reichte ehedem weiter nach Süden als jetzt, und die Osterschelde, welche sie von Nordbeeveland trennt, war so wenig breit, dass die Bewohner von beiden Ufern miteinander reden konnten. Die Wellen haben auch hier so viel Land weggenommen, dass der Fluss jetzt eine holländische Meile breit ist. Die Stadt Bommens auf der Insel Schouwen ist vom Meere zerstört worden.

Maas und Waal hatten früher ebenfalls eine gemeinschaftliche nördliche Mündung, Helitan ostium nannten sie die Römer, ein Name, der sich noch in Helvoet erhalten hat.

Der Waal ging ungefähr in der Gegend von St. Andries in die Maas, nahm dann nach v. Hoffs Meinung seinen Lauf von Heusden durch das Bergsefeld nach der jetzigen Insel Dortrecht zu, floss durch die jetzige Insel Beijerland hindurch und vereinigte sich zwischen dem Lande von Putten und der Insel Voorn bei Geervliet wieder mit dem Waal, ein Flusslauf, der heute noch den Namen alte Maas führt. ¹⁴¹) Der Fluss bildete damals die südliche Einfassung der insula Batavorum. Zu dieser Insel gehörte auch der Bömeler Waard. Der Teil des Waal aber, welcher diese Gegend jetzt im Norden abschneidet, von St. Andries bis Loevenstein, muss erst nachher hingeleitet worden sein.

Neuerer Bildung ist der Kanal, welcher aus der Maas von Weel nach Loevenstein geht, jetzt das sämtliche Wasser der Maas aufnimmt, Bömeler Waard zur Insel macht und neue Maas heisst.

Diese vereinigten Flüsse nun, von Loevenstein abwärts an Dortrecht vorbei bis Krimpen, nennt man Merwe oder Merwede, ein Name, der wohl mit Unrecht auf Meroväus zurückgeführt wird. Von Dortrecht geht dann ein Arm davon gerade nach Westen und wird wiederum die alte Maas genannt, während der Teil von Dortrecht nach Krimpen den Leck aufnimmt, darauf die holländische Ijssel und unter dem Namen neue Maas durch das alte Helium ostium in den Ocean geht.

Der Leck hat eine Insel, Grünwert, nicht weit von Houten gelegen, zerstört, die noch 1228 genannt wird. Dann ist bei dem Dorfe Scheveningen, unweit dem Haag gelegen, so viel vom Dünen-

⁵9) v. Hoff, Natürliche Veränderungen der Erdoberfläche, I. p. 317. ¹⁰) Büsching, Erdbeschreibung, X. p. 231.

¹¹) Büsching, Erdbeschreibung, X. p. 132.

) Büsching, Erdbeschreibung, X. p. 135.

³) Büsching, Erdbeschreibung, X. p. 136..

4⁴) v. Hoff, Natürliche Veränderungen der Erdoberfläche, I. p. 318.