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deshalb, die fossa Drusiana sei der Rheinarm, der sich oberhalb Arnhem unter dem Namen„Neue Ijssel“ oder„Drusus Vaart“ von dem Strome trennt.
v. Hoff ²⁸) ist der Meinung, dass die Ableitung dieses östlichen Rheinarmes durch Drusus bewirkt und ihm der Ausfluss in die Zuidersee gegeben worden ist. Dabei aber bleibt immer die Frage offen, ob nicht schon nach Manert ²⁸⁴) der Rhein vor Drusus eine Mündung in den Flevo gehabt habe. Drusus habe nur das Wasser aus dieser alten Mündung abgedämmt und mit der Ijssel ver- einigt, so dass sie schiffbar wurde und römische Kriegsflotten tragen konnte.
Die Annahme scheint unbedingt richtig, dass Drusus von Iisselort einen Kanal nach Duisburg in die damals nicht schiffbare Ijssel führen, ihr Bett erweitern und vertiefen, dann Wasser aus dem Rheine zuführen liess, so dass der neue Strom Kriegsschiffe zu tragen imstande war.
Weiter aber wird uns von einem neuen Rheinarme gemeldet, dem Leck. Drusus hatte nämlich einen Damm in den Rhein bauen lassen, zu welchem Zwecke und an welchem Orte, wird von keinem Schriftsteller erwähnt. ³⁰)
v. Hoff nimmt an, dass dieser Damm bei der Spaltung des Leck und des krummen Rheins gewesen sei. ²¹) Nach ihm ist es wahrscheinlich, dass die Entstehung des Leck nicht auf einmal erfolgte, aber durch die Zerstörung des Dammes durch Civilis sehr befördert, wenn nicht gar vollendet worden ist, falls schon vorher ein Arm des Rheins in der Richtung des Leck vorhanden war, dessen Ver- grösserung man aber früher zu verhindern ratsam gefunden hatte. Der Umstand ferner, dass der Leck ganz in der Richtung läuft, die der Rhein oberhalb der Bifluenz hat, macht es sehr glaubhaft, dass diese alt und natürlich war. Ein Durchstich der Dämme, welche diesen Arm absperrten, musste nur zu natürlich den Erfolg haben, dass der in gerader Richtung fortlaufende Rheinarm dem krummen Rheine sein Wasser entzog. Diese Annahme stimmt auch mit Tacitus' Angabe überein, dass der Fluss mehr nach der Richtung des Leck, als des krummen Rheines strebte, und dass nach dem Durch- stiche der rechte Arm seicht(tenuis alveus) geworden sei, was heute der krumme Rhein allerdings ist, während er früher der Hauptarm war. ³²)
Weiter erzählt Tacitus ³³) dann, was auch Dio Cassius bestätigt, dass der römische Feldherr Corbulo, welcher 47 n. Chr. gegen die Deutschen Krieg führte, von Kaiser Claudius den Befehl erhielt, nicht weiter vorzudringen. Damit jedoch die Soldaten nicht unbeschäftigt wären, liess der Feldherr zwischen Maas und Rhein einen Kanal von 23 Millien Länge graben, damit die Unsicherheiten des Meeres vermieden würden, oder, wie Dio Cassius ³⁴) deutlicher sagt, dass nicht die beiden Flüsse, wenn sie beim Überfluten des Oceans rückwärts strömten, Seeen bildeten.
. Die Lage auch dieses Kanals ist schwer zu bestimmen, weil gerade in der dortigen Gegend die Römer viele Kanäle angelegt haben, später auch noch viele andere angelegt worden sind.
v. Hoff ²⁵) und andere halten den aus der Maas in nördlicher Richtung über Delft nach Leijden am Rhein gehenden, etwa 37,5 km langen Kanal, eine Länge, die etwa 23 Millien gleichkommt, für
²2⁸) v. Hoff, Natürliche Veränderungen der Erdoberfläche, I. p. 293.
²⁹) Manert, Gallien, p. 168.
3 ⁰) Tacit. hist.. V. 19.
3¹) v. Hoff, Natürliche Veränderungen der Erdoberfläche, I. p. 196.
³²) Tacit. hist., V. 19.
³³) Tacit. annal., XI. 20.— Dio Cassius, LI. 30.
34) Dio Cassius, Ll. 30....... Tya*u) of rrauοòε ³ιeν τ roıο ⁴εαασνιοαι παπeωνναέσ eεοςεειονππ laaou. ²⁵) v. Hoff, Natürliche Veränderungen der Erdoberfläche, I. p. 345 ff.


