Druckschrift 
3,[1] (1897) Römische Inschriften des Mainzer Museums / zsgest. von K. Körber. Mit 100 Zinkätzungen nach Faks.-Zeichn. von Heinrich Wallau
Entstehung
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reichende Unterteil einer lang bekleideten Göttin; sie stützte sich vielleicht mit dem linken Arm auf einen Altar, der neben ihr steht(also eine Securitas?5); die Umrahmung bilden auf beiden 4 Seiten Pilaster, jeder ebenfalls 21 cm breit, mit Akanthus-Verzierung.

Von der Inschrift sind nur noch die Köpfe von M(zur Hälfte), A und N erhalten, zu lesen: AAN Ja⸗[(dis] man(ibus). 1:15

82. Steinblock von einem grossen Grabdenkmal herrührend. Alter Bestand. Kalkstein. H. 37, Br. 72(an der Inschriftfläche, weiter zurück reichlich 10 cm auf beiden Seiten breiter), D. 70. cm. Die verwaschene Beschaffenheit des Steins, besonders auf der Rückseite, lässt darauf schliessen, dass der Block s. Z. im Rhein gefunden wurde.

Von der Inschrift ist nur die Formel: h(eres) flaciendum) c(uravit)(der Erbe liess das Denkmal setzen) übrig geblieben.

83. Reste von der Grabschrift eines Unbekannten blieben namentlich am Anfang und Ende der Zeilen erhalten, als der römische Grabstein im Mittelalter zum Zinnen- stein der mainzischen Stadt Eltville umgearbeitet wurde. Fuchs fand ihn 30 Schritte links vom Ausgang der Peterspforte(an der westlichen Ecke des jetzigen Schlossplatzes, also in der Richtung nach Fltville) in der Stadtmauer und liess ihn mit vielen anderen herausbrechen.

Ausser einzelnen Buchstaben ist noch die alte Umrahmung nebst dem giebel- förmigen Abschluss erhalten. Die spätere Inscchrift lautet: cives de Elteville habent quattour cinnas, die Bürger von Eltville haben 4 Zinnen(nämlich zu erhalten und zu verteidigen). 8

Vergl. Bramb. C. I. Rh. 1129.

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4NIO 31133 L9A