Turrania, Tliti) Liberta), Sua- dulla, an(norum) XXP, Urbana an(norum) XX hic) s(itae) s(unt). Lucilius Iilario sororiſbus
Turrania Suadulla, des Titus Freigelassene, 25 Jahre alt, und Urbana, 20 Jahre alt, sind hier begraben. Lucilius Hilario hat den Schwestern(diesen Stein setzen lassen).
Z. 4 ist das Zahlzeichen V fast nur noch im Bruch erhalten.— Die jüngere der Schwestern war bei ihrem Tode, da sie nicht als Freigelassene bezeichnet wird, noch Sklavin; daher führt sie nur einen Namen. Hilario ist dagegen Frei- gelassener; er führt ein anderes
1:15 Gentile als Suadulla, weil er bei
einem anderen Herrn in Diensten
gestanden. Denkbar wäre es freilich auch, dass die Schwestern gar nicht
seine Schwestern sind.— Z. 5 überhöhtes I vielleicht zur Bezeichnung der Länge.
Die Inschrift gehört wegen der Formel H. S. S(und wegen der Akanthus-Ranken neben dem Giebel) dem ersten Jahrhundert an.
Vergl. Körber, Korrbl. XV, Sp. 83.
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77. Bruchstück von dem Grabstein dreier Mitglieder einer Familie, gefunden am 16. November 1896 beim Abbruch des Gauthores in der Mauer des westlichen Hauptwalles. Geschenk der Militärbehörde. Kalkstein. H. 28, Br. 25, D. 24 cm. Die ursprüngliche Begrenzung des Steines ist gegeben durch das Vorhandensein der alten Seitenfläche rechts neben der zweiten und dritten und links neben der letzten Zeile; unten ist un- regelmässiger Bruch, doch scheint hier von der Inschrift keine Zeile zu fehlen, oben wohl nur die eine, von der nur noch ein Rest sichtbar ist.
Wie aus der letzten Zeile sich zu ergeben scheint, hat Macrina diesen Stein ihrem Gemahl und ihren Geschwistern oder Kindern(die Angabe des Verwandt- schaftsverhältnisses ist hinter E T wegg fallen) Maturus und Marina, die also beide wohl dasselbe Gentile(wovon Z. 4 noch A, Z. 5 noch IA mit überhöhtem I erhalten ist) gehabt haben.— Der Buchstabenrest Z. 1 hat einem O angehört.— Z. 6 ist in dem Worte cοο*iu⁹i) das n ausgelassen, wie das in späteren Inschriften häüufig 1:10 geschieht.


