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3,[1] (1897) Römische Inschriften des Mainzer Museums / zsgest. von K. Körber. Mit 100 Zinkätzungen nach Faks.-Zeichn. von Heinrich Wallau
Entstehung
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d. Soldaten der zweiundzwanzigsten Legion.

51. Grabstein des C. P()ullinius Decimus, lag bis zum 1. Juli 1895 unter einem grossen Steinkreuz an der Elisabethen- strasse, ½ Stde. von Kastel. Kalkstein. H. 90, Br. 95, D. 32 cm. In dem sehr beschädigten Giebel eine Rosette.

1:10.

D() Manibus)]. Claio)[ ullinio Decimo, ſte(s)serario leg(ionis) XXII p(rimigeniae) p(iae). fidelis), an(n)orum XXXVII, stipen(d)iorum XVIII Reginius.. eques.....

Den Manen(Schattengöttern). Dem Gajus P?ullinius Decimus, dem Tesserarius der zweiundzwanzigsten Legion, der erstgeworbenen, pflicht- treuen und zuverlässigen, welcher 37 Jahre alt war und 18 diente, hat der Reiter Reginius....

Durch drei eingehauene Dollenlöcher, sowie durch Absplitterung ist die Inschrift leider sehr beschädigt. Z. 2 wäre auch Jullinio u. ä. denk- bar. Z. 3 sind vor S die Füsse von T E eben noch sichtbar; lesserarius ist derjenige Unterofficier, der die vom Feldherrn für die Nacht gegebene, auf ein Holztäfelchen geschriebene Parole(tessera) den Truppen überbrachte. Z. 4 annorum mit einem n. Z. 5 stependiorum ohne d geschrieben.

Z. 6 das Cognomen bis auf eine Senkrechte ausgefallen. Z. 7 noch uner- klärt; am Ende vermutet Zangemeister: lelæ c(ustode) a(rmorum). Z. 8