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3,[1] (1897) Römische Inschriften des Mainzer Museums / zsgest. von K. Körber. Mit 100 Zinkätzungen nach Faks.-Zeichn. von Heinrich Wallau
Entstehung
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7 N 5 Caelsari) Marco) Aurellio Antoſnino l== po felele Augus]to, Parthſico mag-

2 V(imo])], Britanniſco, ponti]fici ma-

27 . imo),[tribſunicia) potesta..), IM(FS(00), lribſunicia) plotestate)...

coſn)s(uli) IIII[p(atri) p(atriae),

O N 8 1 proco(n)s(uli)] O(uintus) Junius[...

. 215 8 N Fſilius),...] Quintiaſnus, legl atus)]

1 eius pr(o)[pr(aetore) Germalniae su-

P K F FE L 19[perioris] derotiſssimus] numinſi eius 15 diſ catissſimusgue].

5 1 1 DA R ¹ Dem unbesiegbaren Sonnengotte,

dem Imperator Caesar Marcus

1 B R 1 IAN N S Aurelius Antoninus Augustus, dem

E C MAA Frommen und Glücklichen, dem

grossen Parther- und Britannen-

T. PHo besieger, dem Oberpriester, dem Vater 0 5 J des Vaterlandes und Proconsuln hat

QlV N IW im(sechzehnten?) Jahre seiner

D(eo) inviſcto Soli] imp(eratori)

Tribunengewalt, in seinem vierten 10 T; Consulate Quintus Junius Quintianus, K. des.... Sohn, von dem..... Bürger- 4 4 E V 8 P R verbande, sein Statthalter von Ober- germanien, seiner Gottheit unter- NIA‿ E S thänig und ergeben(diesen Altar

N D FE V 1 errichten lassen). 4 Der Stein besteht aus zwei über-

4 31 einander gehörigen Stücken, durch NVMIA

deren zushige Trennung Z. 10 arg 4 beschädigt wurde. Die rechte Hälfte 15 CA△ H⁴ 94 fehlt gne, in der Bruchkante sind

die Buchstaben mehrfach(Z. 25,. 9, 10, 13, 15) nur noch zum Teil erhalten; unten ist noch leerer Raum für eine Zeile Z. 1 a. A. ist von dem durch den Sinn geforderten D nur die Senkrechte vorhanden und mehr scheint auch niemals eingehauen gewesen zu sein: der Bogen wurde also durch Bemalung ergänzt. Der Sonnengott, dem der Stein geweiht war, ist zunächst Ammon, der im karthagischen Gebiete als Hauptgott verehrt wurde. An Mithras darf darum nicht gedacht werden, weil er ein Gott der Perser d. h. eines Volkes war, das nicht zum römischen Reiche gehörte; darum ist derselbe nie ein Heeresgott geworden. Unter jenem Ammon ist aber dann der Kaiser Caracalla selbst gemeint(vergl. z. Nr. 13). Gundermann vermutet übrigens, dass jenes I gar nicht als D zu lesen, und Juppiter Dolichenus zu verstehen sei, der ebenfalls invictus genannt werde(z. B. Wilm. Nr. 92). Z. 13 befindet sich über dem O ein regelmässig eingehauener Strich, der wohl nichts anderes als ein Apex sein kann(vergl. Nr. 13, Z. 6). Das Jahr der Inschrift lässt sich wegen des Fehlens der Ziffer der trib. pot. nicht sicher bestimmen, denn das vierte Consulat des Caracalla, das in das Jahr 213 fällt, wird in der Titulatur bis zu seinem Tode(217) fortgeführt. Da aber der Kaiser

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