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nennt den Namen des Fabrikanten, der vielleicht Firmius Hylas hiess, wenigstens steht auf einem aus Weyden stammenden, jetzt in Berlin be- findlichen ähnlichen Glas der Stempel Firmiorum) Hilari er(H)ylae.— In der Mitte des Bodens das Bild eines Schafes.
Vergl. CIL. XIII, 10025. 20 b, Korrbl. d. W. Z, XX, S. 69; W. Z. XIX, S. 393 m. Abb. Tfl. 20, 10.
71. Gorgonenkopf mit Fabrikstempel(Katal.-Nr. 6102), gef. am 10. Mai 1904 beim Bau des Kanales vor dem Hause Schillerplatz 20.
Die Inschrift ist leider beim Guss nicht deutlich herausgekommen, doch erkennt man beim Vergleich mit besser ausgefallenen
„ Stücken, die in Frankreich gefunden wurden, h dass sie Amarantus lauten sollte: das zweite A ist wie dort mit dem vorausgehenden M verbunden, das T mit dem N, und darauf folgte ein kleines V. Diese Glasmedaillons sassen am unteren Ende des Flaschenhenkels, und der Gorgonenkopf sollte als dmπαοναοιπον dienen, d. h. als Schutzmittel gegen Unglück und böse Geister, die ja über die Menschen — in Augenblicken des Genusses am meisten Macht haben. Solche Flaschen ahmten die kostbaren Metallgefässe mit Edelstein-Einlagen nach, die die Römer potoria gemmata nannten.
Vergl. CIL. XIII, 10025, 20 c. Kisa, d. ant. Gläser der Frau Maria vom Rath, S. 66.
72. Bläuliche Kugelbauchflasche (S. Abb. Nr. 1, Katal.-Nr. 6075), gef. am 15. Juni 1900 auf dem röm. Friedhof im Gartenfeld beim Bau des Hauses Forsterstrasse 20. Geschenk des Herrn Wenzky. H. 11 cm.— Das Glas war leider zerbrochen, und es sind nicht alle Scherben aufgefunden worden; daher fehlt auch ein Stück der Inschrift, für die eine Ergünzung bisher noch nicht gefunden wurde.
PVERMISCETVEE*
Puer misce tu ed ſe et bibl e„Knabe(Sklave) mische, du(Gast) iss und trink“.
Vor der Lücke stand ein D, kein P; hinter ihr scheinen noch schwache Reste eines E vorhanden zu sein; die Ergänzung verdanke ich Gundermann.— Das Glas gehört dem 3.— 4. Jahrhundert an; die Inschrift ist eingeätzt, nicht eingeschliffen.
Vergl. CII. XIII, 10025. 205; Korrbl. d. W. Z. XIX, S. 106; W. Z. XIX, S. 401 m. Tfl. 20, 14.


