60. zZwei Charnierfibeln aus
Bronze. Sie dienten demselben Zweck, wie unsere Sicherheits- nadeln. a)(Katal.-Nr. 5451), gef. am 2. März 1901 beim Bau der Militärbäckerei, Rheinallee 111. Der auf dem vorderen Schild stehende Name des Fabrikanten ist leider schlecht erhalten, er scheint Atci- nios oder Atgivios gelautet zu haben.
Das s am Schluss ist ganz unsicher.
Vergl. Korrbl. d. W. Z. XX, S. 69; W. Z. XX, S. 345 m. Abb. fl. 18, 1.
b)(Katal.-Nr. 6074), gef. am 4. November 1904 beim Bau eines Hauses in der Al- binistrasse. Der Fabrikanten- namen ist auch auf dieser Ge- wandnadel ziemlich schlecht erhalten, aber der Vergleich mit einem gleichartigen in St. Germain aufbewahrten und von Mowat, marques de bronziers Nr. 21 veröffentlichten Stücke, dessen Kenntnis ich einer gütigen Mitteilung Bohns verdanke, sichert die Lesung PCubli) Falerli). Bemerkenswert ist der auf solchen Fibeln gegen- über den vielen keltischen ausserordentlich seltene lateinische Name; vergl. Körber, Nachtr. III, Nr. 156.— Diese Charnierfibeln gehören der frühen Kaiserzeit an.
61. Zwei bronzene Strigiles, d. h. Schabeisen, womit man sich im Dampfbad von Schweiss und Schmutz zu reinigen pflegte. An beiden ist leider ein mehr oder minder grosses Stück der Schaufel abgebrochen.
a)(Katal.-Nr. 6100), gef. am 5. November 1898 im Rhein(Floss- hafen). Der schlecht erhaltene Stempel ist querlaufend am oberen Ende des Stieles auf der inneren Seite angebracht; er scheint Petro zu lauten. Auf einer in Verona aufbewahrten Striegel(CIL. V, 8123, 2) steht PETRONI. Ob dieser Petronius auch die unsrige gemacht hat? Vergl. W. Z. XVIII, S. 406.
b)(Katal.-Nr. 5026) angekauft am 19. Juni 1900, Fundort wahr- scheinlich Mainz. Der Fabrikstempel steht an derselben Stelle wie oben, jedoch längslaufend; er lautet Januari.
Vergl. Korrbl. d. W. Z. XIX, S. 107; W. Z. XIX, S. 400 m. Abb. Tfl. 18, 19. 3


