V. Inschriften auf Gebrauchsgegenständen
aus Metall, Glas, Ton, Stein und Holz.
a. Inschriften auf silbernen und bronzenen Geräten.
58. Zwei reichverzierte Schöpfkellen aus Bronze(trullae).
a) Die grössere(Katal.-Nr. 5626) trägt den Fabrikantennamen On(aei) Trebelli Romani, der auch in Rom auf einer gleichartigen Bronze zu Tage kam(CIL. XV, 7083). Unser Stück ist auf dem Griff durch einen gravierten Thyrsusstab mit flatternden Bändern verziert, während das Griffende mit Schwanenhälsen geschmückt ist. Auch von den drei hübschen, wie Ama- zonenschilde gebildeten Füsschen(s. d. Abb. unten r.) sind noch zwei er- halten. Das Gefäss wurde am 23. Dezember 1900 bei Weisenau aus dem Rhein(am„Laubenheimer Grund“) gebaggert.
Vergl. CIL. XIII, 10027, 47, Korrbl. d. W. Z. XX, S. 68; W. Z. XX, S. 357 m. Abb. Tfl. 19, 17 u. 17 a.
CNREBEINEIROAANI
777——
ca 7.3
b) Die kleinere der abgebildeten Schöpfkellen(Katal. Nr. 6104) stammt ebenfalls aus dem Rhein und ist am 3. Februar 1904 in der Nähe der Cementfabrik gefunden. Sie ist ganz ähnlich verziert, der Stempel aber nicht so gut erhalten; er lautete PAPIRG) LIB(ani 2). Ein Stempel der- selben Firma(TI PAPIRI LIB) ist in Mecklenburg gefunden worden. (Vergl. CIL. XIII, 10027, 33, Korrbl. d. W. Z. XXIII, S. 107). Noch zwei andere einfacher verzierte, sonst aber ähnliche Gefässe wurden während der letzten Jahre dem Rheinbette enthoben, leider sind ihre Stempel nicht mehr vollständig erhalten. Das eine(Katal.-Nr. 5946) wurde im Oktober 1898 bei Mainz an der sog.„Arche“ gefunden und hat den Stempel:[P. CIPI*) PHILEROTIISI. Vergl. CIL. XIII, 10027, 35, Korrbl. d. W. Z. XXI, 34; auf dem anderen(Katal.-Nr. 5625), das am 28. Mai 1901 bei Kastel aus- gebaggert wurde, könnte gestanden haben P. CIPI PAMPHII. Vergl. Korrbl. d. W. Z. XXI, S. 34. Dieser Stempel kommt auch in Siscia(j. Sissek in Kroatien) auf einem solchen Gefässe vor; der des Phileros scheint noch


