Für die Zugehörigkeit zu einem Grabstein spricht der Fundort auf einem römischen Friedhof, der schon viele römische Grabsteine geliefert hat(z. B. Nr. 5 dieses Verzeichnisses), auch liesse sich die Inschrift erklären: Auctus, O(uinti) Laeli s(ervus). Dagegen lässt sich geltend machen die monumentale Schrift, die fremde Steinart und namentlich die ver- hältnismässig sehr grosse Dicke des Steins, die wahrscheinlich bedeutend mehr als die jetzige betrug. Man müsste also an einen Grabaltar denken. Aber vielleicht handelte es sich auch um ein öffentliches Denkmal: in unmittelbarer Nähe endigte einst die grosse Wasserleitung, deren Reste bei Zahlbach noch erhalten sind; auch war die porta decumana des Mainzer Legionslagers nicht weit von hier.
Vergl. Korrbl. d. W. 5. XXIV, Januarheft.


