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Quintina kommt auf einem Mainzer Steinsarg vor(Körber, Nachtr. III, 75); hier aber ist diese Wortform auf— ius als Cognomen gebraucht, was freilich nicht unerhört ist(s. Holder, kelt. Sprachsch. u. d. W.)— Das dritte Gentile(Z. 6 a. E.) ist a. A. verstümmelt: nach den Resten eines D erkennt man einen spitzen Winkel, der wohl nur zu einem M gehören kann; mit diesem wird dann wohl ein A verbunden gewesen sein.— Das zugehörige Cognomen Bodico ist wieder offenbar keltisch(s. Holder a. a. O.). Auch auf Töpferstempeln fällt bei keltischen Namen auf-os sehr häufig das schliessende s weg.— Z. 7 ist das Cognomen Statutus zwar stark beschädigt, aber doch sicher, während dies bei dem darauf folgenden Gentile nicht der Fall ist. Mir scheint die Hasta hinter S etwas schief zu stehen, also zu einem A zu gehören; dann ist dahinter ein T ausgefallen, mit dem ebenso wie unmittelbar darunter in der folgenden Zeile ein I verbunden war. Zangemeister schien die Hasta senkrecht zu sein; er nimmt daher an, dass hier ein N gestanden, mit dem A und I verbunden gewesen seien und liest Aſtlessſajni(us) statt Altlessaſt]ji(us).— Der Zehnte der ganzen Reihe(Z. 10 m.) besass nicht Gentile und Cognomen, sondern begnügte sich mit dem Einzelnamen Germanus, wozu ebenso wie zu dem in der letzten Zeile vorkommenden Einzelnamen ustus der Vatername im Genetiv hinzutrat. Des ersteren Vater scheint Tblia geheissen zu haben. Iblia ist zwar bisher nur als Femininum vorgekommen(s. Hettner, Steindenkm., Nr. 293 und Holder a. a. O.), doch schliesst das seine Verwendung als Maskulinum nicht aus.
Datiert ist die Inschrift leider nicht, doch gehört sie wohl dem Ende des 3. Jahrhunderts an. Die Formel in honorem domus divinae ist bisher vor Antoninus Pius(† 161) nicht nachgewiesen; auf viel spätere Zeit führen die Namensformen und die vielen Buchstaben-Verbindungen.
Vergl. CIL. XIII, 6740 a; Korrbl. d. W. Z. XIX, S. 225.


