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4 (1905) Neue Inschriften des Mainzer Museums : vierter Nachtrag zum Beckerschen Katalog ; mit über 100 Abbildungen nach Facsimile-Zeichnungen von Heinrich Wallau / Körber
Entstehung
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sehr häufig für Perpetuus(s. Körber, Nachtrag III, Nr. 114, wo statt Perl(a)etus Perpetulu)s zu lesen ist).— Z. 12 steht Atregtius statt Atrectius. — Z. 13 ist in dem Worte Constantius der Nasal vor S infolge seiner schwachen Aussprache unausgedrückt geblieben, wie auch Z. 18 zweimal

in dem Worte Constans.— a. E. ist der Stein sehr abgerieben, so dass manchen Herausgebern der Inschrift die letzten Buchstaben vollständig entgingen; Zangemeister liest im Corpus— an der richtigen Lesung der

drei ersten Buchstaben zweifelnd— RIGTOR, gewiss unrichtig. Mir scheint die in der Abb. gegebene Lesung fast sicher zu sein, höchstens ist mir der Punkt mit dem darauffolgenden kleinen o zweifelhaft: es könnte wohl auch ein grösseres O ohne Punkt dagestanden haben. Aber eine Erklärung weiss ich nicht zu geben. Es läge ja nahe an Pr(a)eopt(atus) zu denken, aber der offenbar nicht vornehme Mann kann keine zwei Cognomina gehabt haben. v. Domaszewski schreibt mir:„Gefordert wird ein prineipalis collegii, etwa wie quaestor; gerade bei diesen Ver- ehrern der Bellona scheint er pariator zu heissen(vgl. C III, 7437), was bei Annahme eines kleinen A hinter dem P auch hier gestanden haben könnte.“— Z. 14 steht Oriæsius für Criwus.— Z. 18 f. sind durch eine nachträgliche Verletzung des Steines die Gentilicia unkenntlich geworden. — Auffallend ist, dass nur die drei an erster Stelle Genannten mit ihren Vornamen aufgeführt sind. Ferner ist bemerkenswert die grosse Zahl der gallischen Namen, die hier vorkommen, wie z. B. Meddignatus, Oriæsius, Adnamatus, Giamillius u. s. w.

Vergl. CIL. XIII, 7281= Bramb. 1336= Becker 82.

41. Weihe-Inschrift zu einem Bilde des Herkules, gef. Ende Juli 1900 beim Neubau des Hauses Willigisstrasse 2. Grauer Sand- stein. H. 17, Br. 32, D. 20 cm. UÜber der Inschrift war ein etwa 75 cm hohes Bild des Gottes in Hochrelief angebracht, wovon jedoch nur noch spärliche Reste sichtbar sind; der rechte Fuss, dessen Zehen erhalten sind, stand frei. Auf den Seiten befindet sich je ein Dollenloch, das auf spätere Verwendung hinzudeuten scheint. Deo Herculi Vie-

— loria Martia v(otum)

1— s(olvit) I(ibens) aeta)

Pr O SERSVII m(erito) p(r) Fet(tia?) Ingena.

VICTOLIAMANTIA-) Vrben Gen He

cules hat Victoria V. 8 DMP-EEEINGENN Martia ein Gelübde gern, freudig und nach Gebühr erfüllt anstatt der Vettia(?)

Ingena.“

Ingena dürfte wohl für Ingenua stehen mit Unterdrückung des u vor folgendem Vokal(s. Körber, Nachtr. III Nr. 129). Vergl. CIL. XIII, 6693 a; Korrbl. d. W. Z. XIX, S. 208.

———.':—A—— 1.5

42. Oberteil eines den Göttinnen des Kreuzwegs geweihten Altares, gef. am 25. Juni 1904 auf dem Gebiete des ehemaligen Reichen Claraklosters, Ecke der Flachsmarktstrasse und Reichen Clarastrasse, in alten Grundmauern verbaut. Sandstein. H. 32,

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