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Mauerteil, der 1899 hinter dem Hause Kästrichstr. 63 abgebrochen wurde, Nr. 27, 28 und 29 kamen im April 1900 hinter dem Hause Nr. 59 ans Licht. Das Material ist überall Kalkstein, und die Inschrift bei grosser paläographischer Verschiedenheit immer gleichlautend: T(egio) IZad(iutriæ).„Die erste Legion, die Helferin“ (s. die Bemerkung zu Nr. 11). Von dem Zinnendeckel (Nr. f) abgesehen scheinen alle einem und demselben Bau anzugehören, von welchem an der nämlichen Stelle noch eine grosse Anzahl von anderen Baugliedern zu Tage gekommen sind. Es war vielleicht der gewöhnlich Praetorium genannte Mittelbau des Lagers.
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24. Gehörte, wie das Profil der ehe- maligen Vorderseite zeigt, zum Epistyl eines grossen Baues. Dasselbe verlief an der Stelle, wo dieser Stein sass, nicht gerade, sondern war rechts und links im stumpfen Winkel zurückgebogen; am mittleren Stück war, wie man an einem anderen gleichartigen Steine sieht, unten ein kleines korinthisches Kapitäl angebracht, das an dem unsrigen, um ihn leichter verbauen zu können, völlig abgehauen ist. Die Seitenwände verlaufen nach der ursprünglichen Rückseite hin, an welcher die Inschrift sich befindet, spitz zu; ausserdem ist die Lagerfläche nach hinten zu viereckig unterhöhlt, offenbar um einen unter ihr liegenden Bauquader zu umschliessen. H. u. Br. an der Inschriftseite 28 und 46 cm, an der ursprünglichen Vor- derseite 55 und 86 cm, grösste Dicke 100 cm. Das L ist arg
verletzt, das A hat statt des Mittelstriches einen Punkt. Vergl. CIL. XIII, 6848 a; Korrbl. d. W. Z. XVIII, S. 149.
— 25. Rechtwinklig behauener
grosser Baustein. Die Inschrift
L] steht auf einer der Schmal-
7 seiten. H. 55, Br. 71, D. 118
cm. Das dem A angehängte
D ist nicht vollständig aus-
gehauen; das A scheint statt
des Mittelstriches einen Punkt zu haben.
—— Vergl. CIE. XIII, 6848 b; 1:15 Korrbl. d. W. Z. XVIII, S. 149.


