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—e᷑ Dreieck und„die Zwickel zwischen diesem 5 S uund dem bogenförmigen Abschluss des — D Inschriftfeldes sind mit Rosetten geziert. 8 S O(uintus) Marcius Balbus missicius leg(ionis)
XXI et Celer f(ilius) eius hic siti sunt.
1 OMWMN„Quintus Marcius Balbus, Missicins der
(VSBA einundzwanzigsten Legion, und sein Sohn Celer [MWWMIN liegen hier begraben.“.
55ʃ VH Die 21. Legion stand vom Jahre 82/83 bis
90 in Mainz(was v. Domaszewski allerdings be-
5 LKNNXNN streitet). Da aber die Giebel-Verzierung aus
(EIERUW ſeiner einfachen Rosette besteht, so wird man den
Stein unbedenklich der julischen Zeit zuschreiben
HGSNIM dürfen, in der die Legion in Vindonissa(j. Win-
isch in der Schweiz) stand(so v. Domaszewski, Korrbl. d. W. Z. XVII, S. 80; nach Ritterling, a. a. O. XXII, S. 80, hätte sie freilich in Vetera gestanden). Vindonissa unterstand bis in die 1 ersten Jahre des Tiberius dem grossen rheinischen Kommando, später dem obergermanischen. So ist — es nicht ausgeschlossen, dass ein Soldat der
1:20 dortigen Legion in Mainz starb.— missicius ist
ein Soldat, der nach 20 jähriger Dienstzeit unter Befreiung vom gewöhnlichen Dienst bloss zur Verwendung gegen den Feind weiter diente, bis ihm nach 25 Dienstjahren die missio honesta zu teil wurde. Solche missicii sind Tac. ann. I. 17 gemeint; sie stehen zwischen den eig. Soldaten und Veteranen und sind nicht in die Centurien eingereiht.(S. Mommsen, CII. III, S. 2316,50).— Auf julische Zeit weist es auch hin, dass die Formel hic siti sunt ausgeschrieben ist.— Der Sohn hat ein anderes[Cognomen
als der Vater. Vergl. CIL. XIII, 6951 a; Korrbl. d. W. Z. XXI, S. 105.
4. Bruchstück vom Grabsfein eines Valerius, gef. wie Nr. 5. Kalkstein. H. 48, Br. 30, D. 11 cm. Das Giebeldreieck war mit Akanthusblättern ausgefüllt, die in der Mitte wohl von einer Rosette ausgingen; die rechtwinkligen Seitendreiecke mit
1 Akroterien in je zwei Windungen und mit je einer Rosette.
On.? Vaſlerius[On. 2) Flilius)
Pom ptina tribu)..... mal(es)....
„Gnaeus(2) Valerius, Sohn des Gnaeus(2), von der pomptinischen Tribus, Soldat....“
Z. 2 a. A. ist für den Vornamen des Vaters etwas reichlich Platz; vielleicht war er aus- geschrieben.— Z. 3 a. A. ist wohl nur die An- gabe des Geburtsorts ausgefallen. Denn die Rosette über dem Giebel-Dreieck in Verbindung mit den Akroterien deutet auf vorclaudische Zeit(vergl. Nr. 1), in der die Legionssoldaten
vielfach noch des Cognomens entbehrten. 1:10 Vergl. Korrbl. d. W. Z. XXII, S. 166.
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