Teil eines Werkes 
1 (1860) Landrecht
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42 Satz 218 219.

Eine Ehefrau wird zu Rechtshandlungen auch da giltig durch ihren Mann ermächtigt, wo dieſer bei der Handlung betheiligt iſt. Oberhofg. Jahrb. n. F. M. S. 365. Lauckhards Rechtsfälle II., S. 29, wo insbeſondere unterſucht wird, ob ſich eine Ehefrau ohne gerichtliche Ermächtigung für eine Schuld ihres Ehemannes verbür⸗ gen oder für dieſe Schuld die Sammtverbindlichkeit übernehmen kann.

Ueber die Nothwendigkeit einer gerichtlichen Ermächtigung zur Uebernahme der Sammtverbindlichkeit für ehemännliche oder Gemein⸗ ſchaftsſchulden und zur Veräußerung und Verpfändung der eheweib⸗ lichen Güter für dieſelben ſ. auch Archiv I. S. 56(Bekk).

Andere Anſichten ſind vertreten in Archiv I. S. 402(Merk); II. 293(Geh. Rath Eiſenlohr), insbeſondere mit Bezug auf die durch§ XVIII des I. E.⸗E. bei Einführung des Landrechts in Wirkſamkeit gebliebene Beiſtandſchaftsordnung.

Wirkung der von der Ehefrau ohne Autoriſation zur Beſtreitung der Haushaltungsbedürfniſſe eingegangenen Rechtsgeſchäfte: Satz 1420 4.

Ermächtigung wegen Anerkennung eines unehelichen Kindes: Brauers Erläuterungen VI. S. 696.

Zu Satz 218. 219.

Art. 3. des Geſetzes vom 28. Aug. 1835.(Regsbl. No. 38), die Aufhebung der Geſchlechtsbeiſtandſchaft betr.

Die Streitfrage, ob die in dieſen Sätzen vorgeſchriebene Er mächtigung durch die Gerichte zu geſchehen habe, wird bejaht: Annal. VII. S. 17(Sander). Annal. XIV. S. 265. Note der Redact.(Bayer). S. 199(Oberhofg.), MMI. S. 225(Entſchei⸗ dung des Staatsraths).

Verneint: Stabel, Vortr. S. 105 ff. Annal. V. S. 153(Wilh. Brauer). VI. S. 209(Donsbach). XIV. S. 197(Hofg. des Oberrh.). S. 265(Haager). Oberhofg. Jahrb. n. F. XIII. S. 316(Stabel). Annal. MRI. S. 225(Oberhofger.). Muncke, Vorträge S. 59.

Zuläſſigkeit proceſſualiſcher Rechtsmittel: Oberhofger. Jahrb. n. F. IX. S. 210. Annal. XIV. S. 155. Redact.(Bayer) S. 267. (Haager). XXI. S. 228.

Einſetzung in Beſitz und Gewähr: Sätze 770 und 1008.

Wirkung der gerichtlichen Ermächtigung in Bezug auf die ehe⸗ lichen Vermögensverhältniſſe: Alleg. zu Satz 1426.