Satz 180— 184. 35
Viertes Kapitel. Von Klagen auf Ungiltigkeit der Ehe.
Das Verfahren iſt demjenigen gleich, welches auf Eheſchei⸗ dungsklagen eintritt(Satz 234 ff.).— Alleg. zu Anfang des VI. Titels, II. Kapitels, erſten Abſchnitts.
Es kann auch auf Nichtigkeit der Ehe erkannt werden, wenn die Klage nicht ausdrücklich darauf, ſondern auf Scheidung aus beſtimmter Urſache gerichtet iſt, nebenher aber im Scheidungsverfahren ſolche Gründe vorgebracht ſind, welche darauf ſchließen laſſen, daß die Ehe von An⸗ fang an nichtig war.— Oberhofger. Jahrb. a. F. V. S. 296.
Ueber das Verfahren bei einer im Wege der Einſprache (L.R.⸗S. 172) behaupteten Nichtigkeit einer Ehe vergl. Annal. IM— S. 285 ff. Oberhofg. und Anmerk. der Redaktion(Bekk).
Siehe ferner die Alleg. zu den Sätzen 144— 164 über die Ehehinderniſſe und ihre Wirkungen.
Zu Satz 180.
Irrthum: Stabel, Vorträge 101. 132. Annal. XIII. S. 281. 282(Kirn). Muncke, Anmerkungen zu Zachariäs Handbuch S. 154, Vorträge S. 56 u. 57.
Eheunvermögen(F8 der Eheordnung): Stabel a. a. O. S. 132. Annal. XIII. S. 282. Oberhofgerichtl. Jahrb. a. F. I. S. 36 373. III. S. 199. N. F. X. S. 298(Stabel).
Betrug: Stabel gedr. Heft von der Ehe S. 4. Annal. XIII. S. 282(Kirn).
Zwang: Annal. KII. S. 282(Kirn), und der Rechtsfall in d. Oberhofger. Jahrb. a. F. V. S. 296.
Wegen der Ehe eines Entmündigten vergl. auch Satz 146 und 184.
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Zu Satz 181.
Außer dieſer geſetzlichen Vermuthung ſind keine andere analoge oder richterliche Vermuthungen für die erfolgte ſtillſchweigende Ein⸗ willigung zuläſſig.— Muncke, Anmerkungen zu Zachariä S. 154.
Zu Satz 184. Siehe die zu Satz 175 a. alleg. Verordnungen.
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