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durch einen ihm geſpielten Betrug vermocht worden iſt. Nie kann er dagegen die eingetretene Verletzung vorſchuͤtzen, als einzig und allein in dem Falle, wenn ſich ſpaͤterhin ein Teſtament findet, das zur Zeit des Erbantritts noch nicht bekannt war, und durch welches die Erbſchaft gaͤnz⸗ lich erſchopft, oder uͤber die Hälfte vermindert wird.(¹)
Zweyter Abſchnitt. Von der Losſagung von Erbſchaften.
7g4. Die Losſagung von einer Erbſchaft wird nicht vermuthet(Art. 703. 1457.): ſie kann nicht anders erfol⸗ gen, als in der Expedition des Gerichts erſter Inſtanz im Bezirk, wo der Erbanfall erfolgt iſt, und ſie muß daſelbſt in ein eigens dazu beſtimmtes Gerichtsbuch(Regiſter) ein⸗ getragen werden.(2)
785. Der Erbe, welcher auf die Erbſchaft Verzicht leiſtet, wird betrachtet, als waͤre er nie Erbe geweſen.
786. Der Antheil des Verzichtleiſtenden kommt ſeinen
Miterben zu Gute; iſt er allein, ſo faͤllt ſein Erbtheil dem
naͤchſtfolgenden Grade zu.(2)
787. Ein Erbe, der ſich von der Erbſchaft losgeſagt hat, kann nicht vermoͤge des Repraͤſentationsrechts vertre⸗ ten werden. Iſt er in ſeinem Grade der einzige Erbe, oder leiſten ſeine Miterben insgeſammt Verzicht: ſo gelan⸗ gen die Kinder, kraft eigenen Rechtes, zur Erbfolge, und erben nach den Koͤpfen(in capita).(4)
788. Die Glaͤubiger desjenigen, der zu ihrem Nach⸗ theile ſich von einer Erbſchaft losſagt, koͤnnen die Erbſchaft
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(3) L. 59. H. 3. 1. 63 et 66. P. de haer. inst. 1. vnic.§. 10. C. de caduc. toll.
(4) Brodeau sur Pouet- lett. R. ch. 17. Chenu, cent. 1. duest- 22 Legrand, sur Troyes, aut. 92. gloss. 2. nomb. 22. Leprestre,
cent. 1. ch. 23. Henrys, tom. 2. liv. 4. quest. 4.


