ne,
nit
3s B. 1r T. Von der Erbfolge. 357
und vom gemeinſchaftlichen Stammvater bis zum andern Verwandten(deſſen Verwandtſchaftsgrad in Anſehung des erſtern beſtimmt werden ſoll.
Alſo ſtehen zwey Bruͤder mit einander im zweyten Grade, Oheim und Reffe im dritten; leibliche Geſchwiſter⸗ tinder im vierten Grade der Verwandtſchaft u. ſ. w.(*)
Zweyter Abſchnitt.
Vom Repräſentationsrechte(iure repraesentationis).
730. Das Repraͤſentationsrecht iſt eine geſetzliche Fie⸗ tion, vermoͤge deren die Repraͤſentirenden(bey der Erbfolge) in die Stelle, den Grad und die Rechte desjenigen eintre⸗ ten, den ſie repräſentiren.(2)
740. In gerader abſteigender Linie hat das Repra⸗ ſentationsrecht bis ins Unendliche Statt. Dieſes tritt auf jeden Fall ein, es mögen nun die Kinder des Verſtorbenen mit den Deſcendenten eines fruͤher verſtorbenen Kindes zu⸗ ſammentreffen; oder, wenn alle Kinder des Erblaſſers vor ihm verſtorben ſind, die Deſcendenten dieſer Kinder, die mit einander im gleichen oder ungleichen Grade ſtehen, allein vorhanden ſeyn.(3)
741. Zu Gunſten der Aſcendenten findet das Repraͤ⸗ ſentationsrecht nicht Statt. In jeder von beyden Linien ſchließt allezeit der Naͤhere den Entferntern aus.(4)
74. In der Seitenlinie findet das Repraͤſentations⸗ recht Statt, zu Gunſten der Kinder und Deſcendenten der Bruͤder oder Schweſtern des Verſtorbenen, es ſey nun daß
im Framzöſiſchen Rechte nicht Statt, und ward erſt zur Zeit der Reformation der Coutumes eingeführt, und in ſämmtliche Cou- wumes aufgenommen. Nur vier derſelben ſchloſſen es aus. Siehe Ponthieu, art. 48; Artois, art. 60 et 93; Boulonnais, art 76, le Hainault, ch. 77, art. 16.— Paris 319; Bourbonnais, 3o6.— Arrét de Lamoignon, tit. 47. art. 20 et 23.
(4) Nov. 118. c. a. Authent. defuncto C. ad 8C. Textull. Civiigeſetzbuch. Aa


