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Von den Verbindlichkeiten, welche aus Vertraͤgen entſtehen. 23
derung fuͤr wucheriſch erklaͤrt, und als ſolcher vernichtet werden ſoll, wenn 15 Wevitale geſchlagenen Zinſen 3 PC. überſteigen.
La demande“, welches wohl nicht bloß„Anforderung“ heißt, wie einige Ueberſetzungen haben, wie aus Art. 1154. erhellt.
3) So erklaͤrt Erhard in ſ. Ueberſetzung den Art. ſehr richtig. 6) Art. 3277.
Fuͤnfter Abſchnitt. Yon der Auslegung der Verträg er
5. 713. Re 3 el.
In Bezug auf das, was ich oben(Th.I. S. 8o fgg. S. 53 fsg.) uͤber die Auslegung der Geſetze, und den Satz: Vertraͤge verhalten ſich zwiſchen den Partheyen wie Geſetze, geſagt habe; iſt noch hier zu bemerken, daß bey Auslegung der Verträge nicht die grammatiſche, ſondern die logiſche Interpretation die Regel ausmache 1), daß man Art. 1136. daber die gemeinſchaftliche Abſicht der contrahirenden Theile zu erfor⸗ ſchen ſuchen, und nicht bey dem buchſtäblichen Sinne der Worte ſteben bleiben muß ²).
1) Finden ſich 3. B. Ausbräcke in Verträgen, mit denen der Code einen an⸗ dern rechtlichen Begriff, als die vorigen Geſetze, unter denen dieſe Vertraͤge eingegangen waren, verbindet; ſo muͤſſen dieſe Ausdruͤcke, auch nach Einfuͤh⸗ rung des Code, dennoch in dem Sinne der vorigen Geſetze genommen wer⸗ den. Appellhof zu Rouen, in Jurtsprudence T. X. p. 66. zu Caſſel, in Pfeiffer's Rechtsfaͤllen entſchieden nach dem Geſetzbuche Napoleons. Abth. I. S. 140.(der uͤberhaupt dieſen Satz vortrefflich erlaͤutert.)
2) Art. 1163. 2048. 2049.
§. 714.
Naͤhere Beſummungen.
Außer dieſem beſtimmt der Code noch folgendes: I. Eine doppel⸗ ſinnige Clauſel muß eher in dem Sinne genommen werden, worin ſie einige Wirkung hervörbringen kann, als in dem Sinne, worin ſie un⸗ wirkſam bleiben wuͤrde. IMI. Doppelſinnige Ausdrucke muͤſſen uͤberhaupt Art. 1138.
immer
Art. 1157.


