Teil eines Werkes 
Dritter und letzter Band (1811)
Entstehung
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Von den Verbindlichkeiten, welche aus Vertraͤgen entſtehen. 9

Mag dieſer Vortheil auch ſo entfernt ſeyn, wie er will. Bemerkung des Dee in der Diſcuſſion. Conférence. T. V. p. 12. Blanchaed

Waleville Th. II. S. 22 fgg.

Es ſcheint unbedenklich, daß anch dem dritten, ein nach dem gemeinen Rechte Klagrecht auf Erlangung dieſes Vortheils zuſtehe, da das jetzige Syſtem der Klagen lediglich auf das Intereſſe des Individuums gebauet it. S. mein Proceſſus judiciarius civilin in reguo WMeſtyhallae.§. 127.

Zweyter Abſchnitt. Von der Fähigkeit der Contrahenten.

§. 695. Regel.

Ein jeder kann contrahiren, den nicht das Geſeß fur unfaͤhig er⸗grt. riaz. klärt hat. Dieſe Unfaäͤhigkeit iſt entweder abſolut, oder relativ. Abſolut unfaͤhig ſind: I. die Minderjaͤhrigen ¹); II. die Interdi⸗Art. 1124. cirten, III. die buͤrgerlich Todten 2). Relativ unfähig ſind:

I. die Ehefrauen in den durch das Geſetz beſtimmten Fällen ³); II. alle diejenigen, welchen das Geſetz gewiſſe Verträge unterſagt. Z. B. Gemeinden 4).

1) Dae Tribunal zu Paris erklaͤrte jedoch einen Wechſel fur guͤſtig, den ein

Minderjabriaer wegen Vorſchuͤſſe, im Militairſtande, ausgeſtelft hatte, fuͤr gul⸗ tig. S. JouANNau et Soron Diſcuſions. T. II. p. 254. not. 1.

2) S. F. 122. 3) S. Art. 1338. 217. Ueberhaupt: F. 229.

) Betrunkene werden, dem Ermeſſen des Richters nach, als Interdicirte, oder dolos Hintergangene zu betrachten, und aus dieſen Gruͤnden die von ihnen ab⸗ geſchloſſenen Vertraͤgen zu reſeindiren ſeyn.

6. 696. Anfechtung der Vertraͤge aus dieſen Gruͤnden. Iſt eine ſolche unfähige Perſon einen Vertrag eingegangen, ſo Art. kann auch nur ſie allein oder ihr Vormund und Curator, oder ihre

Erben ¹), dieſen, jedoch nur in denen durch das Geſetz beſtimmten Spangenberg's Commentar Bd. UI. B Fäl⸗