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234 Drittes Buch. Zweyter Titel.
kung in gegenwärtigen Guͤtern, ſo kann ſie zum Vortheile noch nicht gebohrener Kinder nicht ſtatt finden, außer in ſo fern die im 6. Cap. bemerkte Subſtitution geſchieht. 2) Beſteht die Schenkung in gegen— wärtigem und zukuͤnftigem oder bloß zukuͤnftigem Vermoͤgen, ſo koͤnnen auch die zur Zeit derſelben noch nicht gebohrenen Kinder Anſpruch dar— auf machen ²).
Art. 1082. Sie kann geſchehen: III. von den Eltern, Aſcendenten, und Seu tenverwandten des Ehegatten; ja von jedem Fremden; IV. uͤber gege⸗ waͤrtiges und zukuͤnftiges ²) Vermögen, ganz oder zum Theil.
1) Und zwar ohne Unterſchied der Geburt und des Geſchlechts⸗ Arß. Art. 1030. Bovsaupr Explication ad h. C.
2) So erktärt MarEvILLE Analyſe den dunkeln Att. 1061. S. auch GakNirn T. II. p. 405.
3) Feruer uͤber gegenwärtiges oder zukuͤnftiges allein. S. Art. 1093. GRx- NIER T. II. p. 404
5. 678. Beſondere Regeln.
I. Iſt eine ſolche Schenkung nur zum Vortheile der Ehegatten, oder eies derſelben gemacht, ſo wird in dem Falle des Ueberlebens des Schenkers immer vermuthet, daß ſie zum Vortheile der aus der
zrt. 1033 Ehe zu erwartenden Kinder und Deſcendenten geſchehen ſey. I. Dieſe Schenkung iſt unwiderruflich, ſedoch nur in dem Sinne, daß der Schenker uͤber die darin begriffenen Gegenſtaͤnde nur nicht mehr un⸗ entgeldlich verfuͤgen darf; ausgeucnmen: über geringe Summen zur Art. 105z. Belohnung, oder auf andere Weiſe. III. Begreift die Schenkung das gegenwaͤrtige und zukunftige Vermögen, ſo muß der Urkunde uͤber die⸗ ſelbe ein Verzeichniß der an dem Tage der Schenkung vorhandenen Schulden und Laſten des Schenkers beygefuͤgt werden. Dann ſieht es dem Beſchenkten frey, ſich an das gegenwaͤrtige Vermögen zu halten, und auf den uͤbrigen Nachlaß Verzicht zu tbun, um nicht auch die Art. 1035 ſpaͤtern größern Schulden zu bezahlen zu brauchen. Iſt dagegen dieſes Verze chniß nicht augehangt, ſo muß der Beſchenkte die Schenkung ent⸗
weder ganz annehmen, oder ganz ausſchlagen. Im erſtern Falle kann er


