Teil eines Werkes 
Zweyter Band (1810)
Entstehung
Seite
225
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Von Schenkungen unter Lebenden, und von Teſtamenten. 225

2) Dieſes jus accreſcendi der Legatarien iſt mithin beſchränkter, als das éhnli⸗ che des Roͤmiſchen Rechts; es findet nur zwiſchen den Conjumctis re et ver- bin, nicht zwiſchen conjunctis verbis tantum, oder re tantum ſtatt. MarR- vILLE Analyſe ad h. art,

6 662. 6. Klage auf Widerruf.

Die Erben des Teſtirers ¹) koͤnnen ebenfalls eine Klage auf Wi⸗ Art. 1046.

derruf des Legats gegen den Legatar anſtellen: I. wegen nicht erfüllter Bedmgung; II. wenn der Legatar dem Teſtirer nach dem Leben trachte te, 11I. wenn ſich der Legatar gegen den Teſtirer Mißhandlungen, Ver⸗ gebungen oder grobe Beleidigungen zu Schulden kommen ließ 2); I1V. wegen Beſchimpfung des Andenkens des Teſtirers; doch muß in dieſem

letzten Falle die Klage binnen einem Jahre, von dem Tage dieſes Ver⸗ Art. 1047.

gebens angerechnet, angeſtellt werden. Wann ſie in den üͤbrigen Fällen angeſtellt werden toͤnne, daruͤber ſ. Art. 956. 957. und oben§. 616.

1) Dteſen Foll ſetzt der etwas undeutliche Artikel 1046. des Code voraus. Ma⸗ LEvILI.E Analyſe ad h. art.

2) S. Art. 954. 955.

Von einigen Arten von Schenkungen, bey denen beſon⸗ dere Regeln eintreten.

§. 663. Im Allgemeinen.

Beſondere Regeln treten ein: I. in Hinſicht der Verfuͤguu⸗ gen, die zum Vortherle der Enkel des Schenkers oder Te⸗ ſtirers, oder der Kinder ſeiner Geſchwiſter, erlaubt ſind. I. Der Theilungen, welche Aſcendenten unter ihre Deſcen denten vornebmen. III. Der in einer Eheſtiftung an die Ehegatten, oder die aus der Ehe zu erwartenden Kinder gemachten Schenkungen. IV. Der Verfuͤgungen unter Ehegatten in der Eheſtiftung, oder während der Ehe.

Spangenberg's Commentar Bd. 1I. Ff.