Teil eines Werkes 
Zweyter Band (1810)
Entstehung
Seite
222
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Drittes Buch. Zweyter Titel.

3) Anderer Meynung iſt Berixs in der Diſcuſſion. Canference T. IV. p 337.

S. aber Appellhof zu Ltmoges im Journal de barreau. 1809. P. II. p If p 85 241. Pau und Pottiers in S1kEx Journal général 1809 P 11 p. 106. S. auch P. I. p. 302. und deſſelben Jurtsprudence. 1803. P. Il. S. 234. GRENIER T. II. p 225. T. III. p 229. Seyr zweiſelhaft iſt die Fra⸗ ge, ob, wenn das widertufende Teſtament der Fori, als Teſtament, nach unguͤltig, jedoch als Act vor Notarten aultig iſt, es nicht wenigſtens als ſolcher das fruͤhere Teſtament widerrufe. S. Loi du notariat. art 0. Sect. I

Es be)ahen die Pandecter frangaſſet T. IX. S. 104 MalEvILIE ad art. 1035. DerapokTE Diſeuſſions du Code civil. 1. II. S. 389. Der Appell⸗ hof zu Brüſſei m Juruprudence T. IX. S. 432.

Es verneinen Juriprudence T. IR. S. 264. 417 weil eine an ſich nichtige Handlung rechtliche Wirkungen nicht hervorbringen karne. Ebenfalls die Appell⸗ höſe von Turin Jurtsprudence T. IX. S. 420. Nismes daſ. S. 425. und zwar aus folgenden Grunden: 1) wei das Geſetz nur 2 Arten, ein fruͤheres Teda⸗ ment zu widerrufen, anerkenne: ein ſpaͤteres Teſtament und einen Aet vor Notarten. Der Widerruf durch ein Teſtamnent, welches ale Teſtament ungültig, aber als ein Act vor Notarten guͤltig iſt, waͤre eine dritte Net Teſtamente zu entkraften, er ſey alſo fremd einem Geſetze, das nur zwey Arten des Wibderrufs ſanctionirt. Daſſetbe erhelle aus den Diſcuſſionen, aus welchen hervorgehe, daß der in Frage ſtehende Fall den Geſetzgebern nicht unbekaunt blteb, daß ſie ihn aber urter⸗ ließen unter der Ausnahme des Art. 1037. anzufuͤhren. Dies iſt auck Gön⸗ ner's Meynung im Archtv. iIl. 1. S.77. Wird nach franz. CR. ein fruͤhes Teſtament durch ein ſpäteres unguͤltiges aufaehoben? Da es jſedoch ungereimt ſeyn wuͤrde, den im Fphen genannten diitten Fall der Durchſtreichung auch aus dem Grunde nicht anerkennen zu wollen, man vielmehr denſelben annehwen muß, ſo laͤßt ſich uͤberhaupt folgern, daß one Arz ten des Widerrufs nicht auf die besden geſetzlichen einaeſchraͤnkt werden toͤunen; weshalb ich doch lteber der beſahenden Meynung beptreten moͤchte. S. auch Het deiberger Jahrbuͤcher. Jurisprudenz. 1810. S. 79.

4) Dieſes findet ſich zwar niraends im Geſeßhuche, iſt jedoch der Natur der Sa⸗

che gemäß. S. ZncMakRraß Handbuch. Th. II. S. 243.

§. 656. II. Andere ürſachen. Die andern Urſachen, welche ein Teſtament ganz, oder theilweiſe

unguͤltig machen, ſind: J. die von dem Teſtirer vorgenomme⸗ ne Veraͤußerung des Legats; II. der Tod des Legatars vor dem Teſtirer, lI. der Tod des Legatars vor dem Eintritte einer ungewiſſen Bedingung, IV. der Untergang der le⸗ girten Sache. V. Die Unfähigkeit des Legatars zur An⸗ nahme, oder deſſen Ausſchlagung. VI. Die Klage auf

Wider⸗