Teil eines Werkes 
Zweyter Band (1810)
Entstehung
Seite
221
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Von Schenkungen unter Lebenden, und von Teſtamenten. 221

2) Dohin muß der Artikel beſchraͤnkt werden. S. auch Art. 2034. 24chA⸗ n1aE Handbuch T. II. S. 226. ſagt: der Teſtamentsexecutor ſey nicht berech⸗ tigt, ein Satar zu fordern, weil es naͤmlich ein Mandat iſt; doch kann der Tes ſtirer dem Teſtamentsexecutor ein Legat geben. GaENIER T. II. b. 205.

Achter Abſchnitt.

Von dem Widerruf der Teſtamente, und den uͤbrigen Urſachen ihrer Unwirkſamkeit.

§. 654. Im Allgemeinen.

Teſtamente werden unkraftig: J. durch Widerruf; II. durch andere Urſachen*).

1) J. 6. GaTTERMAMN D. ſur la révocation des teſtamens. Coblence. 1809.

§. 655. 0

Die Teſtamente können gaͤnzlich oder theilweiſe widerrufen werden: Art. 1033. I. durch ein nachheriges Teſtament ¹); Il. durch eine widerrufende, oder abaͤndernde Erklaͤrung vor Rotarien*). In Hinſicht der erſtern Art des Widerrufs iſt jedoch zu bemerken: 1) ſpäter errichtete Teſtamente, Art. 1036. worin die fruͤhern nicht ausdruͤcklich widerrufen ſind, machen nur die Verfuͤgungen der fruͤhern Teſtamente unguͤltig, welche mit den n'uen unvertraͤglich, oder denſelben geradezu entgegen ſind. 2) Der Widerruf Art. 1037. bleibt auch dann guͤltig, wenn das neue Teſtament, wegen a. der Un⸗ fähigkeit des eingeſetzten Erben oder Legatars, oder, weil b. dieſe die Annahme verweigern, nicht zur Vollztehung koöͤmmt. Wuͤrde dagegen das zweyte Teſtament wegen Fehler in der Form nichtig ſeyn, ſo wür⸗

de das erſte beſtehen bleiben 3). Il. Durch Zerreißung, und Durch⸗

ſtreichung des Teſtaments*). 2

1) So kann z. B. ein öffentliches oder myſtiſches Teſtament durch ein ſpäteres eigenhaändiges widerrufen werden u. ſ. w. Bovsaußr Fxplication ad h. art.

2 Nimlich zweyen, oder einem Notar und 3 Zeugen. MarEvVIILER Analyſe

ad. h. art. Ee3 3)