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218 Drittes Buch. Zweyter Titel.
das Legat von dieſen kaſten zu befreyen ²); ausgenommen, wenn ihm ſolches durch den ausdruͤcklichen Willen des Teſtirers auferlegt worden
Art. 1021. iſt. IV. Hat der Teſtirer eine fremde Sache vermacht, ſo braucht der, dem das tegat zu praeſtiren auferlegt war, nichts herauszugeben; denn ein ſolches kegat iſt unguͤltig, mag der Teſtirer gewußt haben, daß die
Art. 1022. Sache fremd ſey, oder nicht ²). V. Beſteht das tegat in einer unbe⸗ ſtimmten Sache, z. B. in mehreren Schaafen aus des Teſtirers Heer⸗ de, ſo braucht der Erbe dieſe micht von der beſten Beſchaffenheit zu geben; doch darf er auch nicht die allerſchlechteſten anbieten à). VI.
Art. 1023. Der Auszahler des Legats darf nie das einem Glaͤubiger hinterlaſſene Legat, auf deſſen Forderung*), und das einem Dienſtboten gegebene Vermaͤchtniß nicht auf deſſen Lohn anrechnen ⁵).
1) Mithin auch mit den Alluvtonen u. ſ. w. MArEVILLE Analyſe ad h. art.
den ſcheinbaren Widerſpruch dieſes Artikels mit dem Fu. ſ.§. 581. kot. 2.
3) S. auch Art. 1599.
4) Mithin hat in dieſem Falle der Erbe die Wahl. S⸗ auch Art. 1190. welchet in jedem Falle dem Schuldner einer Leiſtung die Wahl läßt.
Ohne unterſchied, ob ſie aus einer freywilligen, oder aus einer geſetzlichen Verbindlichkeit entſpringt.
6) Doch iſt gewiß der Fall auszunehmen, wenn der Teſtirer dem Glaͤubiger eine beſtrittene Forderung z. B. ein waͤhrend ſeiner Minderhähriqkeit unguͤltig auf⸗ genommenes Darlehen, als Legat zuruͤckgiebt, um ihn der Weitläuftigkeit eines Proceſſes zu entheben⸗
5. 649. Verbindlichkeiten des Particnlarlegatars.
Irt. 1024. Der Particularlegatar haftet nicht fuͤr die Erbſchaftsſchulden, doch muß er ſich die Reduction ſeines Legats gefallen laſſen, wenn die Pflicht⸗ erben verkurzt ſind. Auch konnen die Gläubiger das Legar mit der hypothecariſchen Klage angreifen, falls daſſelbe ihnen verbypotbecirt war, und ſie von den uͤbrigen Erben und Legatarien keine Befriedigung er⸗
balten können*). ¹) S. Art. 374. 1030.
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