Teil eines Werkes 
Zweyter Band (1810)
Entstehung
Seite
216
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216 Drittes Buch. Zweyter Titel.

Art. 1013. haftet. Auch iſt derſelbe verpflichtet, die Particularlegate verhaltnißmäßig mit den geſetzlichen Erben zu berichtigen, wenn der Teſtirer nur uber en nen Theil des dispombeln Vermoͤgens unter Univerſaltitel verfugt hat.

Sechster Abſchnitt. Von den Particularlegaten.

§. 646. VBegriff.

Ein Pärticularlegat iſt ein Vermaͤchtniß einer, oder mehre⸗

rer einzelnen Sachen ¹). 1) arg. Art. roro. Ob die einzelne Sache in der Wirklichkeit die Haälfte, das Drittel u. ſ. w. des Vermoͤgens des Teſtirers uͤberſtetgt, iſt gleichgaͤtttg, und

prrändert den Begriff des Partſcularlegats nicht. MarEvILIB Analyſe ad art. 1002.

F. 647. Wirkung.

Die Wirkung des Partieularlegats iſt verſchieden, je nachdem es bedingt, oder unbedingt hinterlaſſen war. Iſt es bedingt hinterlaſſen, ſo hängt die Wirkung von der Erfuͤllung, oder Richterfuͤllung der Bedin⸗ gung ab, ſo wie in dem folgenden Titel die naͤhern Grundſätze bieruͤber

Art. 101z. gegeben werden ſollen. Iſt es dagegen unbedingt hinterlaſſen, ſo giebt es dem Legatar, von dem Todestage des Teſtirers an, ein Recht auf die vermachte Sache, welches auf ſeine Erben und Nachfolger uͤbergeht. Deſſen ungeachtet darf er ſich nicht ſelbſt in den Beſitz dieſer Sache ſet⸗ zen; ſondern er muß in derſelben Ordnung, in welcher der Legatar unter Univerſaltitel dies thun muß, ſein Geſuch um Auslieferung der Sachen anbringen, falls ihm das Legat nicht durch eine von dem Teſttrer beſtimmte Perſon ausgezahlt werden muß, denn in dieſem Falle kann er das Ge⸗

aut. 1015. ſuch nur an dieſe richten ¹). Die Fruͤchte und Zinſen des legats kann er vom Sterbetage des Teſtirers an verlangen, falls er das Auslieferungs⸗

geſuch binnen einem Jabre, von dieſem Tage angerechnet, vorgebracht hat;

ſonſt nur von dem Tage des angebrachten Geſuchs, oder der tuu

Auslie⸗