Teil eines Werkes 
Zweyter Band (1810)
Entstehung
Seite
215
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Von Schenkungen unter Lebenden, und von Teſtamenten. 215

Fuͤnfter Abſchnitt. Von den Legaten unter Univerſaltitel⸗

56 Beif.

Ein Legat unter Univerſaltitel iſt dasjenige, wodurch der Art. 1070. Teſtator eine Quote des disponibeln Theils ſeines Nachlaſſes, z. B. 4, 4, oder 3, oder ein ganzes Genus von Sachen, z. B. ſein ganzes bewegliches oder unbewegliches Vermoͤgen, oder eine Quote deſſelben, jemanden vermacht ¹).

1) MArEVILLE Analyſe ad h. art. bemerkt ſehr richtig, daß hedes Univerſallegat, falls es mehreren gegeben ſey, eo ipſo in gewiſſe Quoten zerfalle, daß man aber den Fall, wo das ganze Vermogen umco ſermone mehreren zuſam⸗ men, und ohne Beſtimmung der Antheile vermacht wird, von jenem unterſchei⸗ den muͤſſe, wo der Teſtirer in abgeſonderten Dispoſirlonen verſchiedene Quoten ſeinen Legatarien qtebt. Im erſtern Falle hoͤrt das Legat nicht auf, Univerſalle⸗ gat zu ſeyn, im letztern allein iſt es Legat unter Univerſaltitet. Schenkt der Toaſtirer einem Legatar die Hälfte ſeiner Mobilten, und dem andern den Reſt ſeines Vermoͤgens, ſo iſt der erſtere Legatar unter Untverſaititel, der letztere

Univerſallegatar.

Wirkung deſſelben.

Die Legatarien unter Univerſaltitel treten nie kraft des Geſetzes in Att. 101. den Beſitz dieſes Vermaͤchtniſſes. Sie ſind vielmehr verbunden, die Aus⸗ lieferung deſſelben zu verlangen, und zwar I. zuerſt von den Pflichterben,

II. in Ermanglung derſelben, von den Univerſallegatarien, Il. und in deren Ermanglung, von den Inteſtaterben, nach der Succeſſionsordnung

derſelben.

§. 645. Verbindlichkeiten des Legatars unter Univerſaltitel.

Der tegatar unter Univerſaltitel iſt eben ſo, wie der Univerſalle⸗Art. 1012. gatar, fuͤr die Schulden und kaſten der Verlaſſenſchaft perſönlich, nach

dem Verhaͤltniſſe ſeines Antheils, und hypothecariſch fur das Ganze ver⸗