Teil eines Werkes 
Zweyter Band (1810)
Entstehung
Seite
22
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Zweytes Buch. Zweyter Titel.

dieſem Falle der Staat Eigenthuͤmer des Bodens des See's bleitt. Schlimni iſt es, daß die Alluvion bey den Seen aus dem Grunde wegfallen ſoll, weil ſie nicht ſeyen ſuſceptibles de s'étendre d'un coté, et de séloigner de l'autre, denn leider widerſpricht dieſer Behauptung die Erfahrung. S. Faonk Discoure. bey Garnery B. ll. S. 58.

§. 409. 3. Vis Huminis, appuiſio⸗

Art. 339. Wird von einem Fluſſe oder Strome, derſelbe mag ſchiffbar ſeyn oder nicht, durch plotzliche Gewalt des Waſſers ein betraͤchtlicher und erkennbarer Theil eines angraͤnzenden Feldes abgeriſſen, und an ein unter⸗ halb oder am entgegengeſeßtem Ufer liegendes Grundſtuͤck angeſpuhlt, ſo gehört derſelbe dem Eigenthuͤmer dieſes letztern nur dann, wenn der Eigenthuͤmer des abgeriſſenen Tbeils nicht denſelben gerichtlich in Anſpruch nimmt ¹). Letzterer jedoch muß die Klage deshalb binnen einer beſtimm⸗ ter Zeit anbringen. In Hinſicht dieſer Zeit muß man nämlich unter ſcheiden, ob der Eigenthuͤmer des Grundſtuͤckes den angeſpuͤlten Theil in Beſitz genommen hat oder nicht. Im erſten Falle muß der Eigenthuͤmer des angeſpuͤlten Theils die Klage auf Vindication deſſelben binnen einem Jahre anſtellen 2), und wird nach dieſer Friſt mit derſelben nicht weiter gehort; im letzten Falle iſt die Klage an keine Zeit gebunden.

1) Dieſe Regel iſt jedoch nicht auf den in Gebirgsgegenden ſehr haͤufigen Fall anzuwenden, wo Haͤuſer und Walder ins Thai geſchleudert werden. Es iſt leicht, dieſe wieder zu erkennen, ſo daß der Eigenthämer ſie immer wieder reclamiren kann. Tronchet in der Discuſſion.(Conférence. T. III. p 176.) Mar⸗ vILILE Analyſe ad h. art.

2) Code de procédure Frangair art. T. F. 2. Königl. Decret vom 27. Jan. 1308. Art. 3. F. 2. Geſetzbuͤlletin 1803. Nr 13. S. 301.

. Iuula in flumine nata.

Art. 360. Große und kleine Inſeln, und trockne Stellen ¹), die ſich in dem Waſſerbette der Ströme, und ſchiffbaren oder flößbaren Fluͤſſe bilden, gehören dem Staate, in ſo fern nicht ein Privateigenthuͤmer ſie durch einen beſondern Rechtsgrund, oder durch Verjährung, erworben hat.

Art. 361. Hingegen die Inſeln und trocknen Plätze, die ſich in nicht ſchiffbaren oder flößbaren Fluſſen bilden, gehören dem Ufereigenthuͤmer der Seite, wo

die