Teil eines Werkes 
Zweyter Band (1810)
Entstehung
Seite
20
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20 Zweytes Buch. Zweyter Titel.

lohn erſetzen ²), und zwar ohne Ruckſicht auf die groͤßere oder geringere Erhoͤhung des Werths, den der Grund und Boden durch dieſe Anlagen erhalten hat. Dieſes muß er immer thun, wenn derjenige, von dem die Anlagen u. ſ. w. herruͤhren, ein Beſitzer im guten Glauben war, dem nachher das Eigenthum abgeſprochen iſt. Er kann in diefem Falle die Wegnahme der gedachten Anlagen nicht verlangen; er hat aber die Wahl, entweder den Werth der Materialien und des Arbeitelohns, oder eine Summe zu erſetzen, welche ſo viel, als der Boden an Werthe gewonnen hat, aus⸗ macht. Sind die Anlagen ſo betraͤchtlich, daß der Eigenthuͤmer nicht im Stande iſt, weder ihren Werth noch das Arbeitstoöhn zu erſetzen, ſo muß er den Grund und Boden gegen eine gerechte Verguͤtung an den Sſer 1) Te mot* ouvrage paroit nece aire yartout, ſurtout lorsqu'il peut exprimer den réparations, qui ſont autre choſe qus de con ruetion

et plantationy. PppiPppk Napöleons Geſetzbuch. Th. I. S. 254. not.*) aus der Conférence.

2) Das Geſetz unterſcheidet nicht, ob der Eigenthuͤmer wiſſentlich oder nicht, fremde Materiallen gebraucht hat. Zweifelhaft bleibt es, ob die Matertalien noch nach Zerſtöhrung des Gebaͤudes vindicirt werden können. ZacRan1AE Handbuch. Th. I. S. 123. not. 7. MaLEvILILE unterſcheidet(Analyſe ad h. l.) gewoͤhn⸗ liche Baumatertalten und außergewoͤhnliche z. B. Statuͤen, Säulen, und will

in Hinſicht der letztern dem Eigenthuͤmer immer das Vindicstionsrecht geben. Dieſes leidet keinen Zweifel, da man dieſe Gegenſtände doch nie Materialten nennen kann.

3) Und zwar unterſcheldet der Artikel hler nicht zwiſchen expenſas neceſſarias, utiles und voluptuarias. MALEvILLE Analyſe ad h. art.

4) So wuͤrde ich die von JovAnRAv und Soron DicuNon. T. I. p. 589. aufgeworfene Frage beantworten.

§. 403.

2. Al1luvio.

Art. 356. Die zweyte Art der Acceſſion bildet die Alluvion. Hierunter verſteht man Anſchwemmungen und Vergrößerungen, welche ſich nach und nach und unmerklich an Grundſtücken anſetzen, die an einem

Strome oder Fluſſe anliegen. Immer nämlich erhaͤlt der Ufereigenthuͤ⸗ mer dieſe Anſchwemmungen, der Fluß oder Strom mag ſchiffbar oder floßbar ſeyn, oder nicht. In erſtern Falle iſt er jedoch verbunden, einen

Fußſteig oder Leinpfad ²), den Verordnungen ²) gemäß k