Von dem Eigenthume. 15
4 vittioliques&c. Im erſtern Falle haben ſie jedoch den Genuß der Mineralien li bis 100 Fuß Tlefe, nur beduͤrfen ſie der Einwilligung der Regierung, um ſie e herauszufoͤrdern, im letztern Falle beduͤrfen ſie derſelben nicht. S. auch In-
Nruction relative d Peæzoꝛition des joit concernat ler mihes, iſires et ſalines, du 18 Meſßdor an IX. beh FrEuRISEon Code adminiſtratif. Adminiſtration. p. II. p. 856 ff. Für Weſtphalen befinden ſich faſt ähnliche Beſtimmungen im Königl. Dreretevom 27. Januar 1809. im Geſetzbuͤlletin 1309. Nr. ö. Es heißt hierin: Unſer Vergregal umfaßt: I. alle metallhalti⸗ h gen Foſſilten, 2. alle Edelſteine, Z. alle Arken von Salz— 4. alle brennbare Foſſillen. Die uͤbrigen Foſſilien hingegen, die in ihrem rohen Zuſtande, oder bloß auf einfache Weiſe gebrannt, in den Kuͤnſten und Gewepben ihre Anwen⸗ dung ſinden, oder gewohnlich zum Bauen dienen, gehoren dem Eigenthuͤmer des Grundes u⸗ ſ. w.“ Auch findet man hier die Um Code angedeuteten Ein⸗ ſchraͤnkungen des Rechts des Eigenthuͤmers. S. auch Leiſt Staatsrecht S. 141 ff.
i 5 0 mf Folgen hieraus.
I. Mithin tritt bey allen auf einem Grundſtuͤcke, oder im Innern Art. 533. deſſelben befindlichen Anlagen, Pflanzungen und Werken ¹) die Ver⸗ muthung ein, daß ſie 1) vom Eigenthuͤmer, und zwar 2) auf ſeine Koſten
geſcheben ſind, und 3) ibin zugehörig ſind. Dieſe Vermuthung kann nur dem erwieſenen Gegentheile weichen, da ein dritter an einem unterirdi⸗ ſchen Baue unter dem Gebaͤude des Eigenthuͤmers ſowohl, als an jedem Theile des Gebaͤudes ſelbſt ein Eigenthum durch Verjaͤhrung erwerben
kann. II. Der Eigenthuͤmer des Grund und Bodens, der mit fremden Art. 354.
d Baumaterialien ²) auf demſelben Anlagen gemacht hat, wird auch Eigen⸗ vu thuͤmer derſelben. Der wahre Eigenthuͤmer dieſer Materialien hat nicht he das Recht ſie wegzunehmen, doch kann er den Werth derſelben einklagen, che und wegen des etwa dadurch erlittenen Nachtheils eine vollſtändige Schad⸗ vn loshaltung verlangen. UI. Sind hingegen dieſe Anlagen, Pflanzungen Art. 335. u. ſ. w. von einem dritten, und mit deſſen Materialien gemacht, ſo iſt der Eigenthuͤmer des Grundes und Bodens berechtigt, entweder ſie zuruͤck⸗ n zubehalten, oder den dritten zur Wegnahme zu nöthigen. Im letztern
Falle geſchieht die Wegnahme auf Koſten desjenigen, der ſie gemacht hat, und zwar ohne daß derſelbe einige Entſchädigung verlangen kann. Viel⸗ mehr kann gegen denſelben auf vollſtäͤndige Schadloshaltiung des Eigen⸗
nin thuͤmers, wegen des demſelben etwa verurſachten Rachtheils, geklagt werden. 6. Im erſtern Falle, wenn der Eigenthumer dieſe Pflanzungen und Anlagen ien ſieber behalten will, muß er den Werth der Materialien und den Arbeits⸗ iu E lohn


