I. Geſetz uͤber die Notariatsordnung.
Zweyter Abſchnitt. Von den Inſtrumenten und ihrer Form; von Hriginalprotocollen, ſolennen und nicht ſolennen Ausfertigungen und Repertorien.
g. Die Notarien duͤrfen keine Urkunde aufnehmen, bey welcher mit ihnen verwandte oder verſchwaͤgerte Perſonen in gerader Linie bis zu den entfernteſten Graden, und in der Seitenlinie bis mit Einſchluß der Oheime und Reffen, Par⸗ they ſind, oder in welchen eine Verfuͤgung zum Beſten dieſer Perſonen enthalten iſt.
o. Die Inſtrumente ſind von zwey Notarien aufzuneh⸗ men, oder von Einem Notar mit Zuziehung zweyer Zeugen, welche franzoͤſiſche Buͤrger ſeyn, ſchreiben koͤnnen, und in dem Bezirk der Gemeinde, wo das Inſtrument aufgenommen wird, ihren Wohnſitz haben muͤſſen.
10. Zwey Notarien, die in den im 8. Artikel verbotenen Graden mit einander verwandt ſind, duͤrfen bey der Auf⸗ nahme eines und deſſelben Inſtruments nicht mitwirken.
Weder die mit den Notarien, noch die mit den Par⸗ theyen in dem im g. Artikel verbotenen Grade verwandten oder verſchwaͤgerten Perſonen, noch deren Schreiber oder Bedien⸗ ten, koͤnnen Zeugen ſeyn.
rI. Name, Stand und Aufenthalt der Partheyen muͤſ⸗ ſen den Notarien bekannt, oder ihnen im Inſtrumente ſelbſt von zwey ihnen bekannten Buͤrgern bezeugt werden, welche letztere, die bey den Inſtrumentszeugen erfoderlichen Eigen⸗ ſchaften beſitzen muͤſſen.
12. In jedem Inſtrumente muß der Name und Wohn⸗ ort des Notars, welcher ſolches aufnimmt, ausdruͤcklich ent— halten ſeyn, bey Strafe von 100 Franken, die der Notar im uebertretungsfalle zu erlegen hat. Eben ſo muß der Name der Inſtrumentszeugen, deren Wohnung, ſo wie Ort, Jahr und Tag der Abfaſſung angezeigt werden, bey Vermeidung


